Wintersemester 2021/22

MPI-TAU Transnational Legal History Workshop

Das Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie und die Juristische Fakultät der Universität Tel Aviv veranstalten in Zusammenarbeit mit der Juristischen Fakultät der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Wintersemester 2021/22 einen Online-Workshop zur transnationalen Rechtsgeschichte.


Die Teilnehmer:innen werden mit Autor:innen aus Institutionen auf der ganzen Welt vorab veröffentlichte rechtshistorische Arbeiten diskutieren, die über nationale Rahmen hinausgehen. Eine Auswahl von Autoren und Themen:

  • James Whitman, "From Masters of Slaves to Lords of Lands: Imagining Ownership in the Western World"
  • Doreen Lustig, "Towards a Grassroots History of International Law"
  • Tamara Morsel-Eisenberg, "Rabbinic Responsa and Legal Communication"
  • Paul du Plessis, "The Limits of Legal History"
  • Elisabetta Fiocchi, "Transnational Entanglements in Land Law and Land Registration in the 19th Century"
  • Heikki Pihlajamäki, "Transnational Elements in Colonial Laws: Spain, Portugal and the Netherlands"

Weitere Informationen zum Ablauf und den Themen erhalten Sie hier

Der Workshop findet von Mitte Oktober bis Mitte Januar (mit einer Unterbrechung der Feiertage um Weihnachten/Neujahr) Dienstags um 19.00 bis 20:30 Uhr online statt.

Die Teilnahme am Workshop steht allen interessierten Wissenschaftler:innen und Student:innen offen.

Für weitere Informationen und zur Anmeldung der Teilnahme wenden Sie sich bitte an mpitauwkshp@gmail.com

Eine neue Geschichte des Internationalen Rechts?

Liebe Studierende,

im Wintersemester 2021/2022 veranstaltet Professor Duve das Blockseminar "Eine neue Geschichte des Internationalen Rechts?".

Die Geschichte des internationalen Rechts ist in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem besonders lebendigen Forschungsfeld geworden. Gelegentlich wird geradezu von einem historical turn der wissenschaftlichen Debatte um das moderne Völkerrecht gesprochen. Das Völkerrecht und seine Wissenschaft des 19. Jahrhunderts wurden nun nicht mehr als europäische kulturelle Errungenschaft, sondern als Ausdruck von Imperialismus und Kolonialismus kritisiert. Eine zentrale Figur in diesem Prozess war und ist der finnische Völkerrechtler und Diplomat Martti Koskenniemi. Zwanzig Jahre nach seinem bahnbrechenden A Gentle Civilizer of Nations hat dieser nun ein neues Buch vorgelegt, in dem er sich mit der frühen Geschichte des Internationalen Rechts beschäftigt: „To the Uttermost Parts of the Earth. Legal Imagination and International Power 1300-1870“ (Cambridge University Press 2021).

Inhalt des Seminars ist eine kritische Lektüre von Teilen dieses umfangreichen Buchs. Dabei wird auch auf eine Diskussion durch Experten:Innen zurückgegriffen werden können, die im September 2021 in der Zeitschrift Rechtsgeschichte – Legal History publiziert wird.

Das Blockseminar hat bereits begonnen. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.