© für das Bild: Blachura Photography
01.10.2026
Der gemeinsam mit Anja Johansen, Genevieve Lennon, Hartmut Aden, Christian Mouhanna und Marc Alain herausgegebene Sammelband bietet eine detaillierte vergleichende Analyse unabhängiger Polizeibeschwerdestellen (Independent Police Complaints Bodies, IPCBs) in Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan und dem Vereinigten Königreich. Auf Grundlage der Ergebnisse des internationalen Projekts „Police Accountability: Towards International Standards“ untersucht das Buch die spezifischen politischen, kulturellen und institutionellen Kontexte, die die Regelungen zur Rechenschaftspflicht der Polizei in den einzelnen Ländern prägen. Zudem werden die transnationalen Dynamiken, die hinter der bemerkenswerten Verbreitung von IPCBs in den letzten drei Jahrzehnten stehen, analysiert und die Aussichten für eine künftige Annäherung an internationale Standards bewertet.
01.10.2026
Hunger gilt bis heute als eine der größten Herausforderungen für die Menschheit und kann sowohl Auslöser als auch Katalysator von Konflikten sein. Der gemeinsam mit David von Mayenburg herausgegebene Sammelband, der aus einem interdisziplinären Workshop im Jahr 2023 an der Goethe-Universität hervorgegangen ist, geht diesem Zusammenhang nach und untersucht, wie Strafrechtssysteme in unterschiedlichen Epochen auf Hunger reagieren oder eine Kriminalisierung von Hunger und Armut organisieren. Zentral ist dabei die Frage, inwieweit strafrechtliche Reaktionen auf Hunger bereits bestehende strukturelle soziale Ungleichheiten reflektieren.
08.06.2026
Rechtsextremismus stellt eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung dar. Das gilt auch und gerade für die Polizei, wie nicht zuletzt der NSU-Komplex und die Aufdeckung rechtsextremer Netzwerke und Chatgruppen in Sicherheitsbehörden gezeigt haben. Die Veranstaltung widmet sich den Fragen, wie es um Rechtsextremismus in der Polizei selbst bestellt ist, was das Erstarken extrem rechter Parteien für die Polizei bedeutet und wie widerstandsfähig demokratische Institutionen wie die Polizei gegenüber rechten Ideologien sind.
Darüber diskutieren anhand von kurzen Inputs:
• Dr. Carsten Dübbers (Polizeipräsidium Bochum)
• Uli Grötsch (Polizeibeauftragter des Bundes beim Deutschen Bundestag)
• Dr. Haydée Mareike Haass (Deutsche Hochschule der Polizei)
• Prof. Dr. Christoph Kopke (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin)
• Kelly Laubinger (Sinti Union Schleswig-Holstein)
• Prof. Dr. Tobias Singelnstein (Goethe-Universität Frankfurt am Main).
22. Juni 2026
18 Uhr s.t.
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Max-Horkheimer-Str. 2
Gebäude „Normative Orders“
Raum NO EG 01
Die Diskussion knüpft an den Sammelband „Rechtsextremismus als Herausforderung für Polizei und Gesellschaft“ an, der aktuelle Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammenführt.
Die Veranstaltung ist öffentlich und alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Es wird um Anmeldung per Mail gebeten an kriminologie@uni-frankfurt.de.
Veranstaltet von Dr. Haydée Mareike Haass (Deutsche Hochschule der Polizei) und Prof. Dr. Tobias Singelnstein (Professur für Kriminologie und Strafrecht der Goethe-Universität) in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Normative Ordnungen.
11.05.2026
13.04.2026
30.01.2026
12.01.2026
Der gemeinsam mit Benno Zabel und Christoph Burchard herausgegebene Open-Access-Band greift die Debatte um Alternativen zu Strafe und Strafrecht mit dem Ziel auf, den interdisziplinären Austausch zu fördern und das Problembewusstsein in Theorie und Praxis zu schärfen. Vor diesem Hintergrund geht es etwa um Gefängniskritik, die Kritik der Ersatzfreiheitsstrafe, die Kontroverse um den carceral feminism oder die Polizeikritik. Der Band versammelt verschiedene Perspektiven auf das Strafrecht zwischen Wandel und Abschaffung des Strafens, ein besonderer Fokus liegt auf den Alternativen im, zum und durch das Strafrecht.
02.12.2025
Im Sommersemester 2026 findet ein weiteres Seminar aus dem Schwerpunktbereich 6 (Kriminalwissenschaften) vom 01. bis 04. Juli 2026 ebenfalls als Blockseminar im Haus Bergkranz, Kleinwalsertal (Österreich) statt:
Die Diskussion um Alternativen zum Strafen ist so alt wie das Strafrecht und die Kritik am Strafrecht selbst. Das Seminar schließt an das Seminar „Kritiken des Strafens“ an und zieht die Konsequenzen aus den dort behandelten grundlegenden, jüngeren Kritiken des Strafrechts, indem es der Frage nachgeht, wie Alternativen zum Strafen aussehen können und diskutiert werden. Dabei wird der Blick insbesondere auf Alternativen im und zum Strafrecht gerichtet, am Rande auch auf Alternativen bzw. gesellschaftliche Veränderungen mittels Strafrecht.
Die Plätze in dem Seminar sind begrenzt. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, dann bewerben Sie sich bitte bis 15. Februar 2026 per E-Mail mit einem halbseitigen Motivationsschreiben, ggf. einem Themenvorschlag und einer Leistungsübersicht (in einer PDF-Datei) bei Herrn Simon Klein, Sekretariat der Professur für Kriminologie und Strafrecht
(kriminologie@uni-frankfurt.de). Sie erhalten dann bis 20. Februar 2026 Bescheid, ob Sie ei-nen Platz bekommen haben.
Nähere Informationen und Organisatorisches entnehmen Sie der Seminarbeschreibung.
02.12.2025
Im Sommersemester 2026 (29. Juni - 01. Juli 2026) findet ein Seminar aus dem Schwerpunktbereich 6 (Kriminalwissenschaften) als Blockseminar im Haus Bergkranz, Kleinwalsertal (Österreich) statt:
Das Strafrecht ist seit seinem Bestehen unterschiedlichen Formen der Kritik ausgesetzt – sowohl aus der Strafrechtswissenschaft selbst als auch aus der Kriminologie und anderen Disziplinen. In diesem Seminar wollen wir grundlegenden, jüngeren Kritiken des Strafrechts nachgehen, sie erörtern und gemeinsam diskutieren. Gegenstand können sowohl theoreti-sche als auch empirische Ansätze sein, die das Strafrecht und seine Funktion in der Gesell-schaft analysieren und dabei einer grundsätzlichen bzw. radikalen Kritik unterziehen. Einer-seits können Arbeiten bzw. das Werk einzelner Autor*innen in den Blick genommen werden (z. B. Michel Foucault, Heinz Steinert, Loic Waquant), andererseits besteht die Möglichkeit, bestimmte Fragestellungen (z. B. materialistische Rechtstheorie und Strafrecht, politische Ökonomie des Strafrechts, postkoloniale Perspektiven) zu bearbeiten.
Die Plätze in dem Seminar sind begrenzt. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, dann bewerben Sie sich bitte bis 15. Februar 2026 per E-Mail mit einem halbseitigen Motivati-onsschreiben, ggf. einem Themenvorschlag und einer Leistungsübersicht (in einer PDF-Datei) bei Herrn Simon Klein, Sekretariat der Professur für Kriminologie und Strafrecht
(kriminologie@uni-frankfurt.de). Sie erhalten dann bis 20. Februar 2026 Bescheid, ob Sie ei-nen Platz bekommen haben.
Nähere Informationen und Organisatorisches entnehmen Sie der Seminarbeschreibung.
06.06.2025
Die englische Übersetzung unserer umfassenden empirischen Studie zu übermäßiger polizeilicher Gewalt in Deutschland ist jetzt verfügbar.
Die Studie basiert auf einer Mixed-Methods-Erhebung mit über 3.000 Betroffenen sowie 63 qualitativen Interviews mit Expert*innen aus Polizei, Justiz und Zivilgesellschaft. Ein zentrales Ergebnis: Die Polizei verfügt über erhebliche Definitionsmacht bei der institutionellen Aufarbeitung von Gewaltvorwürfen.
Wir freuen uns über Interesse an Rezensionsexemplaren, Anschaffungsvorschläge für Bibliotheken und Einladungen zur Präsentation unserer Forschung.
Weitere Informationen finden Sie beim Campus Verlag.
Weitere Informationen zu vergangenen Veranstaltungen und Hinweisen finden sich im Archiv.