​​Aktuelles

​Lehrveranstaltungen Sommersemester 2026

Im Sommersemester 2026 werden keine Veranstaltungen abgeboten.

​​Hugo Sinzheimer Moot Court Competition 2026

Auch im kommenden Jahr wird der Lehrstuhl von Prof. Dr. Waas wieder das deutsche Team beim Hugo Sinzheimer Moot Court stellen. Dieser wird im nächsten Jahr an der Goethe Universität in Frankfurt stattfinden.

Der Hugo Sinzheimer Moot Court Competition (HSMCC) ist ein englischsprachiger Wettbewerb im Europäischen und Internationalen Arbeitsrecht. Es wird ein Verfahren simuliert, bei dem die Teams die Parteien eines fiktiven Falls vertreten. Dabei wird von jedem Team jeweils eine Klageschrift und Klageerwiderung verfasst. In den mündlichen Verhandlungen müssen die Teams ihre Partei überzeugend vor Gericht vertreten. An dem HSMCC nehmen jährlich ein dutzend Länder teil. Der Austragungsort wechselt jedes Jahr zwischen den teilnehmenden Ländern. 

2026 wird der Moot Court in Frankfurt am Main ausgetragen.

Ablauf des Moot Courts:

Die Schriftsätze werden vom 1. Februar bis Ende April geschrieben. Direkt im Anschluss werden die mündlichen Verhandlungen vorbereitet, welche dann im Juni stattfinden.

Leistungen & Freisemester:

Die Teilnahme am HSMCC wird als Seminarleistung gewertet. Außerdem kann das Sommersemester als sogenanntes Freisemester gewertet werden (die Entscheidung hierüber liegt letztlich beim Justizprüfungsamt), soweit keine weiteren Prüfungsleistungen mehr erbracht werden.

Anforderungen:

Die Professur Waas stellt jedes Jahr das deutsche Team für den Wettbewerb. Die Bewerber*innen müssen vor allem Motivation, gute Englischkenntnisse, Teamfähigkeit und zeitliche Kapazitäten mitbringen. Auch ist eine bestandene Zwischenprüfung erforderlich. Kenntnisse im deutschen Arbeitsrecht sind gerne gesehen, vorherige Kenntnisse im europäischen Arbeitsrecht werden hingegen nicht erwartet.

Bewerbungsverfahren:

Bewerbungen werden bis zum 5. Dezember 2025 angenommen. Die Bewerbung sollte eine Notenübersicht, einen tabellarischen Lebenslauf und ein einseitiges englisches Motivationsschreiben beinhalten und an sekretariat-waas@jura.uni-frankfurt.de gerichtet werden. Nach Bewerbungsschluss wird eine erste Vorauswahl getroffen und zu Bewerbungsgesprächen eingeladen. Daraufhin werden die vier Mitglieder des deutschen Teams ausgewählt.

Eine kurze PowerPoint-Präsentation mit den wichtigsten Infos finden Sie hier.

Goethe-Universität erfolgreich bei der Hugo Sinzheimer Moot Court Competition 2025 

Vom 18. bis 20. Juni 2025 fand in der slowakischen Hauptstadt Bratislava die zehnte Ausgabe der renommierten Hugo Sinzheimer Moot Court Competition (HSMCC) statt. Der Wettbewerb, der Studierende aus ganz Europa im Bereich des europäischen und internationalen Arbeitsrechts zusammenführt, wurde in diesem Jahr von der European Labour Authority (ELA) ausgerichtet.

Das Team der Goethe-Universität Frankfurt, betreut von der Professur Waas, nutzte die Gelegenheit, sein juristisches Können eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Für die Goethe-Universität traten Marie Al Banyayathi, Negin Dreyer, Sophia Lopez und Joelle Payer an. Unterstützt wurden sie von Leah Uffelmann, Effrosyni Bakirtzi und Nicolas Beck, die mit ihrer fachlichen Expertise und großem Engagement maßgeblich zum Erfolg des Teams beitrugen.

Die Hugo Sinzheimer Moot Court Competition (HSMCC) wurde ins Leben gerufen, um die europäische Zusammenarbeit im Arbeitsrecht zu fördern und Studierenden das europäische Arbeits- und Sozialrecht durch praxisnahes Lernen näherzubringen. Benannt ist sie nach Hugo Sinzheimer, einem Pionier des Arbeitsrechts, der sich zeitlebens für faire Arbeitsbedingungen und Mitbestimmungsmöglichkeiten einsetzte. Seit ihrer Gründung hat sich die Competition zu einer zentralen Plattform für den fachlichen und kulturellen Austausch zwischen Studierenden aus ganz Europa entwickelt.

Damit leistet der Moot Court einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen und praktischen Auseinandersetzung mit der Zukunft des europäischen Arbeitsrechts. Die Austragung der diesjährigen Veranstaltung bei der European Labour Authority (ELA) bot den Studentinnen aus Deutschland die Möglichkeit, sich über Ländergrenzen hinweg mit Kommilitoninnen und Kommilitonen aus anderen europäischen Staaten auszutauschen – eine äußerst wertvolle Erfahrung.

Jedes Jahr entwirft ein internationales Case Committee einen aktuellen arbeitsrechtlichen Fall mit komplexen Fragestellungen. In diesem Jahr standen insbesondere Urlaubsansprüche bei grenzüberschreitenden Arbeitsverhältnissen, die Einbeziehung des Europäischen Betriebsrats sowie Kompensationszahlungen bei Arbeitsunfällen im Mittelpunkt – insbesondere in Fällen, in denen Arbeitnehmer bei einem entleihenden Unternehmen beschäftigt sind. All dies sind hochaktuelle Themen mit unmittelbarer praktischer Relevanz für das Arbeitsleben vieler Menschen in der Europäischen Union.

Der englischsprachige Wettbewerb simuliert ein reales Gerichtsverfahren, bei dem die Teams die Parteien eines fiktiven Falls vertreten. Grundlage der rechtlichen Auseinandersetzung war in diesem Jahr das französische Recht, das in enger Verbindung mit dem Europäischen Recht stand. Im Rahmen der Vorbereitung verfasst jedes Team eine Klageschrift und eine Klageerwiderung, die beide bewertet werden.

Beim HSMCC geht es nicht um Zeugenvernehmungen, sondern um die präzise Ausarbeitung und überzeugende Präsentation juristischer Argumente – Kompetenzen, die im späteren Berufsleben von zentraler Bedeutung sind. In den mündlichen Verhandlungen müssen die Teams ihre Partei vor einer hochkarätig besetzten Jury aus erfahrenen Juristinnen und Juristen vertreten und dabei fachlich fundiert sowie spontan auf Rückfragen reagieren. So erwerben die Teilnehmenden nicht nur vertieftes Fachwissen, sondern auch praxisnahe Fähigkeiten in juristischer Recherche, schriftlicher Argumentation, mündlicher Überzeugungskraft und sicherem Auftreten in anspruchsvollen Situationen.

Organisiert wird die Competition von einem Konsortium europäischer Universitäten in Zusammenarbeit mit führenden wissenschaftlichen Einrichtungen und arbeitsrechtlichen Fachgesellschaften. Umso mehr freuten sich die Teilnehmenden, dass die 10. Jubiläumsausgabe in den Räumlichkeiten der European Labour Authority (ELA) stattfinden konnte. Die ELA wurde 2019 als Organisation der Europäischen Union gegründet, um Fairness und Vertrauen im Binnenmarkt zu stärken. Sie unterstützt die wirksame Durchsetzung der EU-Arbeitsvorschriften, fördert die grenzüberschreitende Arbeitskräftemobilität und vermittelt bei Konflikten zwischen Mitgliedstaaten. Darüber hinaus stellt sie Informationen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bereit und stärkt die Zusammenarbeit nationaler Behörden.

Für das Verfassen der umfangreichen und rechtlich anspruchsvollen Schriftsätze haben die Teams rund vier Monate Zeit. Bevor Mitte Juni die mündlichen Verhandlungen am Austragungsort stattfinden, bereiten sich die Teilnehmenden intensiv auf die Vorträge und mögliche Rückfragen vor. Die Vorbereitung des Teams der Goethe-Universität umfasste dabei nicht nur monatelange Recherchearbeit und Teamtraining, sondern auch einen Probedurchlauf bei A&O Shearman in Frankfurt am Main. Dort stellten Dr. Hendric Stolzenberg, Dr. Jan Henrich und Olga Schirschov ihre Expertise zur Verfügung und gaben den Studierenden wertvolle Praxistipps mit auf den Weg.

Das Frankfurter Team konnte in diesem Jahr besonders glänzen. Es setzte sich erfolgreich gegen die Teams aus der Tschechischen Republik und Finnland durch und erreichte schließlich nicht nur das Halbfinale, sondern überzeugte dabei mit einer fundierten und präzisen ausgearbeiteten juristischen Argumentation.

Für ihre herausragende schriftliche Leistung wurden die Teammitglieder als beste Verfasserinnen des Wettbewerbs ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt die sorgfältige juristische Recherche sowie die analytische Tiefe und Klarheit, die im Schriftsatz in besonderer Weise zum Ausdruck kamen.

Darüber hinaus erhielt Joelle Payer den Preis für ein exzellentes mündliches Pleading, bei dem rechtliche Argumente anschaulich, strukturiert und überzeugend vorgetragen werden müssen.

Der Erfolg des Teams ist nicht zuletzt der engagierten Arbeit der Coaches, der kontinuierlichen Unterstützung durch Prof. Dr. Waas an der Goethe-Universität Frankfurt sowie dem wertvollen Beitrag von Dr. Hendric Stolzenberg, Dr. Jan Henrich und Olga Schirschov zu verdanken. Ihnen – ebenso wie allen weiteren Fördernden und dem Organisationsteam der Hugo Sinzheimer Moot Court Competition – gilt ein herzlicher Dank.

Mit den diesjährigen Auszeichnungen im Gepäck blickt das Frankfurter Team voller Vorfreude auf das kommende Jahr, in dem der HSMCC 2026 erstmals in Frankfurt am Main ausgerichtet wird – ein besonderes Ereignis, das zugleich einen weiteren Höhepunkt in der Geschichte der Hugo Sinzheimer Moot Court Competition markiert.

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Hugo Sinzheimer Moot Court Competition 2023 in Budapest


Am 14. Juni 2023 traf sich das „Team Germany“, wie wir in den nächsten Tagen genannt werden würden, bestehend aus den Coaches Pascal Annerfelt, Paul Höbold, Emiliano Maran und Sophie Weil sowie den Studierenden Robyn Albrecht, Jan Osterloh, Johanna Pausewang und Magdalena Schröer am Frankfurter Hauptbahnhof. Nach einem Zwischenstopp am Stuttgarter Hauptbahnhof und einer kurzen Nacht im Schlafwagen, erreichten wir nach ca. 16 Stunden Fahrt müde, aber glücklich, am 15. Juni 2023 endlich Budapest.


Für lange Pausen oder eine ausschweifende Erkundungstour durch die wunderschöne Stadt war kaum Zeit, denn der Kennenlernabend (“cultural evening") wartete bereits in der Károli Gáspár University of the reformed Church auf uns. Alle 13 teilnehmenden Teams stellten typische Getränke und Speisen oder auch Süßigkeiten ihres Landes vor. Umgeben von Apfelwein, Macarons, Old Amsterdam und vielem mehr, konnten sich alle Judges, Coaches und Studenten schon ein wenig kennenlernen und über den bevorstehenden Wettkampf austauschen.



Nach einer kurzen Begrüßung und ein paar Hinweisen zum Ablauf der nächsten Tage durch die Organisatoren und das Case Committee folgte bereits das erste Highlight des Wettkampfes: die Auslosung der Teams, die am darauffolgenden Tag in den Viertelfinalen gegeneinander antreten würden. Gebannt starrten wir auf den Bildschirm, der uns nun verkündete, dass die deutschen Vertreter der claimants, bestehend aus Robyn Albrecht und Magdalena Schröer, am nächsten Tag gegen das Team Österreich und die deutschen defendant-Vertreter, bestehend aus Jan Osterloh und Johanna Pausewang, gegen das Team Belgien antreten werden.



Um für diese sogenannten pleadings am nächsten Morgen bereit zu sein, mussten wir uns an diesem Abend noch an die written Statements der jeweiligen Gegenseite der anderen Teams setzen und diese nach Schwachstellen, neuen Argumenten und Problemen durchsuchen.


Tag 1 startete nach einer kurzen Nacht mit unseren Vertretern der claimants gegen die defendant-Vertreter der Österreicher. Nach der kleinen Mittagspause folgte das zweite pleading unserer defendant-Vertreter gegen die claimant-Vertreter aus Belgien.
Die Enttäuschung war nach den beiden nervenaufreibenden pleadings zunächst groß: Wir konnten nur einen Claim für Team Germany entscheiden!


Die Enttäuschung war nach den beiden nervenaufreibenden pleadings zunächst groß: Wir konnten nur einen Claim für Team Germany entscheiden!



Trotzdem gaben wir die Hoffnung nicht auf und vertrauten auf unsere souveräne Performance und unsere ausführlichen Antworten auf die Fragen der Judges. Kurz darauf folgt auch die große Erleichterung: Team Germany würde am nächsten Tag gegen Polen im Halbfinale antreten!



Nach einem schnellen, aber sehr schönen Abendessen im Zentrum Budapests, ging es für uns mit den Schriftsätzen des polnischen Teams und einer neuen Information zum Sachverhalt zurück ins Hotel, um uns auf das bevorstehende Halbfinale vorzubereiten.
Am Morgen von Tag 2 fühlten wir uns, wenn auch ein bisschen aufgeregt, bereit, unser Können und Wissen im Halbfinale unter Beweis zu stellen. Das Halbfinale startete mit einer selbstbewussten und eindrucksvollen Performance unserer claimants, Robyn Albrecht und Magdalena Schröer, die die Judges mit ihrer Argumentation und ihren Antworten auf Fragen - trotz der wirklichen guten Performance der Polen – überzeugen konnten.



Nach ein wenig Bedenkzeit folgte dann die Verkündung: Deutschland ist im Finale!
Doch lange Zeit für Jubel und Freude blieb nicht, da wir nur wenig Zeit hatten, um erneut die Schriftsätze unseres Finalgegners Ungarn zu lesen und uns mit einer neuen Sachverhaltsveränderung auseinanderzusetzen.



Die Aufregung war groß, denn unsere defendant-Vertreter, Jan Osterloh und Johanna Pausewang, würden vor allen anderen Teams des Wettkampfs und etwa zehn judges im Ballsaal der Universität ihre Plädoyers halten. Und dass ausgerechnet gegen das Heimteam Ungarn! Doch die Beiden legten durch ihr souveränes Auftreten und ihre präzisen und ausführlichen Antworten auf die Fragen der Judges eine beeindruckende Performance hin.



Nach langem Warten bis zur Verkündung des Urteils und des Siegers des Wettkampfes, hieß es dann zu guter Letzt: The Winner of the 2023 Hugo Sinzheimer Moot Court Competition is Germany!



Und das sogar gleich zweimal: neben des Siegs der Moot Court Competition insgesamt konnten wir auch mit unseren eingereichten Schriftsätzen überzeugen und wurden mit dem Preis des „best written statements“ ausgezeichnet. Lediglich die Ehrung für das Beste “oral pleading" konnten wir nicht mit nach Hause bringen, trotzdem wurde Johanna für ihre Performance mit einer „honourable mention“ geehrt. Für den Sieg hat es gereicht, nur für das „Tripple“ leider nicht. Mit dem Ergebnis können wir uns insgesamt definitiv sehen lassen und sind sehr zufrieden. Endlich hat der Pokal es in die Hugo- Sinzheimer- Stadt Frankfurt geschafft!An dieser Stelle wollen wir uns nochmals beim Lehrstuhl von Prof. Waas für die Organisation und Unterstützung während der letzten Monate bedanken. Prof. Waas unterstütze uns an beiden „Verhandlungstagen“ und verfolgte alle unsere pleadings von der Zuschauerseite aus.



Ein großes Dankeschön gilt auch den RAinnen Marijke van der Most und Dr. Anna Hauer von Pusch Wahlig Workplace Law und RA Peter Wehner, RAin Dr. Johanna Gerstung, RAin Merle Herrmann, RA Uwe Schulz, RA Dr. Hendric Stolzenberg, sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Sophie Leber und Referendarin Sarah Winter von Allen & Overy für die wertvollen Tipps und ihre Unterstützung während der Probepleadings.


Ganz besonderer Dank möchten wir an unsere Coaches Pascal Annerfelt, Paul Höbold, Emiliano Maran und Sophie Weil richten. Sie haben sich für jede unserer noch so kleinen Fragen Zeit genommen und uns immer den Rücken gestärkt. Gerade während der zwei Tage der pleadings motivierten sie uns diese zum Besten zu geben und standen uns in jedem pleading immer unterstützend zur Seite.



Der Hugo Sinzheimer Moot Court war insgesamt eine unglaublich aufregende, ereignisreiche und unvergessliche Zeit und Erfahrung, die wir alle positiv und (hoffentlich) noch jahrelang in Erinnerung behalten werden. 😉


Wir wünschen allen zukünftigen Teams viel Erfolg und ganz viel Spaß bei diesem tollen Wettbewerb!

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt. Prof. Dr. Waas geht den Konsequenzen für das Arbeitsrecht auf den Grund.

Sein Gutachten ist als Band 46 in der HSI-Schriftreihe erschienen und steht kostenlos zum Download bereit.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet exklusiv über das Gutachten.

Der Hugo Sinzheimer Moot Court – ein Moot Court mit Schwerpunkt auf europäischem Arbeitsrecht und dessen Anwendung im nationalen Kontext des fallstellenden EU-Mitgliedsstaats.

Dieses Jahr hieß das fallstellende Land Dänemark. Wir mussten also dänisches Recht in Einkleidung europäischen Rechts anwenden.

Für das Team Germany rund um Alexandra Clemenza, Niklas Fleischhacker, Se-Kwang Park und Lara Tahiri begleitet von unseren Coaches Christina Hießl, Paul Höbold und Nadine Rettenmaier ging es Anfang Februar mit dem Eintreffen unseres Falles zunächst los mit dem Erstellen der sogenannten „Written Statements“.

Thematisch – passend zum Flexicurity System der Dänen – ging es um Ansprüche aus und Fortsetzung von Arbeitsverhältnissen. Das Ganze trug allerdings die Headline des EU-weit bekannten Gleichbehandlungsgrundsatzes.

Dementsprechend ging es in unseren drei „Claims“ um den Anspruch auf gleiche Bezahlung, Anspruch auf Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses und eine Kündigungsschutzklage aufgrund des Verhaltens eines Mitarbeiters.

Über die Aufgabenverteilung im Team wurde sich das Team sehr schnell einig und so ging es zunächst individuell und wenig später online sowie in persona in unserem „Moot Court-Raum“ an die Arbeit. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich beim Lehrstuhl von Prof. Waas für das schnelle zur Verfügung stellen dieses Raums bedanken.

Nach nervenaufreibenden und teilweise langen Nächten haben wir pünktlich zur Deadline Anfang Mai unsere Written Statements abgegeben und sind sehr erfreut darüber, dass sie zu den vier besten Schriftsätzen des diesjährigen Moot Courts zählten.

Nach der Written Statement-Phase ging es ohne viel Zeitverlust in die Vorbereitung der „Oral Pleadings“ über, welche von drei Probepleadings bei den Kanzleien Pusch Wahlig und Allen Overy sowie bei dem Lehrstuhl von Prof. Waas begleitet wurden. In diesen Generalproben konnten wir zahlreiche Tipps und Verbesserungsvorschläge in unsere „Oral Pleadings“ einarbeiten.

Diese Phase stand vor allem für uns als Team unter dem Motto: „Was sind die wichtigsten Argumente aus unseren Written Statements und wie verkaufen wir diese den Richtern vor Ort als besonders überzeugend?“

Wie Dr. Hendric Stolzenberg und Michaela Massig von Allen Overy uns das auf den Weg gegeben haben: „Mit Formalitäten und Nettigkeiten gewinnt ihr bereits das halbe Pleading!“ und „Ihr seid Schauspieler und müsst eine Performance abliefern“, wussten wir, wie unser Auftritt in Lissabon gestaltet werden soll.

Und tatsächlich – ehe man sich versieht – ist es auch schon soweit: Am 19. Juni 2022 reiste das Team mit den Coaches nach Lissabon.

Der Moot Court in Lissabon startete mit einem Einführungsabend, in welchem jedes Team Spezialitäten aus ihrem Land zum kulturellen Austausch präsentieren sollte. Es war nicht nur höchst interessant was die anderen Länder präsentiert haben. Team Germany kann selbstbewusst sagen, dass wir den kulturellen Austausch sehr genossen haben. Man verstand sich so gut, dass viele auf die Idee von „cultural fusion“ kamen.

Der Einführungsabend endete mit der Auslosung der Gruppen und damit der Gegner von Team Germany: unsere Nachbarn aus Österreich und das Gastgeberland Portugal.

Tag 1 der Entscheidungsrunde startete dann mit unseren Vertretern der Claimants Niklas Fleischhacker und Lara Tahiri gegen die Defendant-Vertreter aus Österreich. Danach traten unsere Vertreter der Defendants Alexandra Clemenza und Se-Kwang Park gegen die Claimants aus Portugal an.

Nach einer zufriedenstellenden Performance endete Tag 1 mit einer guten Nachricht: Team Germany hat es ins Halbfinale geschafft, der Gegner: Polen – der Gewinner des letztjährigen Moot Courts.

So ging es mit den Schriftsätzen der polnischen Vertreter der Claimant-Seite und neuen Informationen zum Sachverhalt in der Hand zurück ins Hotel zur Vorbereitung auf das Halbfinale am nächsten Tag.

Tag 2 startete dann mit einer erstaunlichen Performance unserer Defendants Alexandra Clemenza und Se-Kwang Park, die auch die Richterinnen beeindruckt ließen: Team Germany schaffte es ins Finale, welches nach sehr kurzer Vorbereitungsphase bereits wenige Augenblicke später ausgetragen wurde.

Im Finale hieß es wieder Rollentausch und unsere Claimants, Niklas Fleischhacker und Lara Tahiri traten gegen das Team der Niederlande an. Und natürlich gab es auch hier wieder neue Informationen zum Sachverhalt, die nicht nur sehr schnell verarbeitet, sondern darüber hinaus auch äußerst souverän zu Gunsten unserer Mandanten vor etwa zehn Richtern präsentiert werden mussten.

Nach einer sehr überzeugenden Performance vor allen anderen Teams, die ihren Support für die beiden Finalisten-Teams zeigten, wurde es dann Zeit für die Entscheidung.

Während der langen Wartezeit kamen viele Teams aus anderen Ländern zu uns und berichteten uns ihre Eindrücke zu unserer Performance. Diese Resonanz fiel durchweg äußerst positiv aus, was uns sehr freute.

Nichtsdestotrotz ist die Entscheidung leider und vor allem aufgrund des äußerst guten Written Statements zugunsten der Niederländer ausgefallen. An dieser Stelle möchten wir unseren würdigen Gegner nochmals zum Sieg beglückwünschen.

Trotz der Finalniederlage sind wir als Team Germany sehr zufrieden mit unserer Leistung und stolz, den 2. Platz belegt zu haben.

Insgesamt blicken wir auf diese Erfahrung fast schon nostalgisch zurück, es war eine unvergessliche und erfahrungsträchtige Zeit, die nie Langeweile bereitete!        

Zuletzt wollen wir uns nochmals beim Lehrstuhl von Prof. Waas für die Organisation und Unterstützung während der ganzen Zeit bedanken. Unser Professor begleitete uns an beiden Tagen, an denen das Pleading stattfand, tatkräftig und unterstützte uns bei jeder Performance von der Zuschauerseite.

Ein großes Dankeschön geht auch an Dr. Anna Hauer und Marijke van der Most von Pusch Wahlig und Dr. Hendric Stolzenberg, Dr. Peter Wehner, Michaela Massig, Lena Gerretsen von Allen Overy für die hilfreichen Tipps und Unterstützung während der Probepleadings. Auch für die unglaubliche Gastfreundschaft möchten wir uns bei beiden Kanzleien nochmals bedanken.

Natürlich gilt unser Dank ganz besonders unseren Coaches Christina Hießl, Paul Höbold und Nadine Rettenmaier. Sie haben sich stets für unsere Anliegen Zeit genommen haben und uns permanent unterstützt. Insbesondere vor, während und unmittelbar nach den Pleadings standen sie immer an unserer Seite und gaben uns Kraft, das nächste Pleading zu rocken.

Eine Erfahrung wie der Hugo Sinzheimer Moot Court ist und bleibt voller einzigartiger Erlebnisse und bietet viele Einblicke und hervorragende Möglichkeiten, sein Wissen im Arbeitsrecht zu vertiefen.

Auch in diesem Jahr nimmt wieder ein Team der Goethe-Universität an der Hugo Sinzheimer Moot Court Competition teil, welche diesmal vom 19.-21. Juni in Lissabon (Portugal) stattfindet.

Das Team besteht aus den vier Studierenden Alexandra Clemenza, Niklas Fleischhacker, Se-Kwang Park und Lara Tahiri. Begleitet werden sie von den Mitarbeitenden des Lehrstuhls Dr. Christina Hießl, Nadine Rettenmaier und Paul Höbold.

In der Vorbereitungsphase hatte unser Team die Möglichkeit, mit Top-Rechtsanwält:innen der renommierten Arbeitsrechts-Kanzlei Pusch Wahlig Workplace Law sowie der internationalen Anwaltsgesellschaft Allen & Overy LLP den Auftritt für einen überzeugenden mündlichen Vortrag zu proben.

Für den nicht unerheblichen Arbeitsaufwand und das tolle Feedback möchten wir uns bedanken bei:

  • Frau Rechtsanwältin Marijke van der Most (Counsel) und Frau Rechtsanwältin Dr. Anna Franziska Hauer (Managing Associate) von Pusch Wahlig Workplace Law.
  • Herrn Rechtsanwalt Peter Wehner (Partner), Frau Rechtsanwältin Michaela Massig (Senior Associate), Herrn Rechtsanwalt Dr. Hendric Stolzenberg und Frau Rechtsanwältin Anne Pelzer (beide Associate) von Allen & Overy.

Ein kurzer Bericht zu den Probe-Pleadings:

Nachdem wir drei Monate lang intensiv an unseren Schriftsätzen gearbeitet haben, stand nun die Vorbereitung der Oral-Pleadings an.

Dafür müssen die wichtigsten Argumente aus unseren zwei Mal ca. 35 Seiten langen Schriftsätzen ausgewählt und in einen 15-minütigen Vortrag umgewandelt werden. Wir hatten die Möglichkeit unsere Oral-Pleadings bei zwei renommierten Kanzleien zu halten, um wertvolles Feedback von den Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten zu erhalten.

Das erste Probe-Pleading bei Pusch Wahlig Workplace Law

Das erste Probe-Pleading fand am 16.05.2022 bei Pusch Wahlig Workplace Law statt.

Begleitet wurden wir von zwei unserer drei Coaches, Nadine Rettenmaier und Paul Höbold (unser Head-Coach Dr. Christina Hießl befand sich zu dieser Zeit im Ausland) sowie Lara Mann, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls Professur Waas.

Hierfür trafen wir uns mit den Rechtsanwältinnen Marijke van der Most und Dr. Anna Franziska Hauer in den Räumlichkeiten der Kanzlei Pusch Wahlig Workplace Law.

Das Probe-Pleading war eine tolle Erfahrung. Wir wurden bereits zu Beginn sehr gastfreundlich empfangen und versorgt. Nach den Vorträgen wurden uns unsere Stärken und Schwächen hinsichtlich des Inhalts, aber auch im Hinblick auf die Vortragsweise, aufgezeigt. Hierbei bekamen wir konkrete Verbesserungsvorschläge. Die Rechtsanwältinnen hatten sich inhaltlich sehr intensiv auf den Fall vorbereitet, sodass wir gezielte Anmerkungen erhielten.

Nach den Pleadings wurden wir zum Mittagessen eingeladen. Die Einladung zum Mittagessen war sehr freundlich, die Atmosphäre war entspannt und man konnte sich gut untereinander und vor allem mit den beiden Rechtsanwältinnen austauschen. Wir haben den Tag mit guten Eindrücken in Erinnerung und fühlten uns durchweg wohl.










Das zweite Probe-Pleading bei
Allen & Overy LLP

Das Probe-Pleading bei Allen & Overy LLP fand am 19.05.2022 statt und war ebenfalls sehr aufschlussreich.

Wir wurden freundlich und einzeln von den Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten der Arbeitsrechtspraxis von Allen & Overy LLP, namentlich von Herrn Rechtsanwalt Peter Wehner (Partner), Frau Rechtsanwältin Michaela Massig, Herrn Rechtsanwalt Dr. Hendric Stolzenberg sowie Frau Rechtsanwältin Anne Pelzer empfangen.  

Begleitet wurden wir erneut von unseren Coaches Nadine Rettenmaier und Paul Höbold. Diesmal begleitete uns daneben auch Emiliano Maran, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls.

Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Rechtsanwalt Wehner und einer Vorstellungsrunde aller Teilnehmer durften wir unsere Pleadings halten.

Das Arbeitsrechts-Team der Kanzlei hatte sich intensiv mit dem Fall beschäftigt und sogar – wie es auch für den Ernstfall des Moot Courts in Lissabon vorgesehen ist – Fragen an das Team vorbereitet. Diese wurden uns im Anschluss an das Pleading gestellt, auf die wir unmittelbar antworten mussten. So konnten wir die Situation in Lissabon, spontan auf fachliche Fragen antworten zu müssen, umso besser trainieren. Auch hier bekamen wir individuelle und hilfreiche Hinweise, die konkret umsetzbar waren.

Das anschließende Get-Together war sehr bedacht organisiert: Wir wurden - getreu unseres Moot-Courts, einem Rechtstreit basierend auf dänischem Recht jedoch in Portugal auszutragen - mit einem Catering, gemischt mit portugiesischen und dänischen Spezialitäten versorgt. Der Abend war ganz besonders und bleibt uns in bester Erinnerung.












Wir möchten uns im Namen des gesamten Hugo-Sinzheimer Moot Court Competition 2022-Teams für die professionelle Unterstützung und die einzigartige Erfahrung bei den Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten der Kanzleien Pusch Wahlig Workplace Law und Allen & Overy LLP bedanken.

Die Studierenden Lena Gerretsen, Laetitia Breitenbach, Sara Rajkovic und Paul Höbold haben dank einer tollen Teamleistung das Halbfinale der diesjährigen Hugo Sinzheimer Moot Court Competition erreicht und sind nur knapp gegen das spätere Siegerteam aus Polen ausgeschieden.

Das Team des Lehrstuhls gratuliert zu einer hervorragenden Leistung möchte sich an dieser Stelle vielmals bei den drei Coaches Dr. Christina Hiessl, Anna Jansen und Clara Windhab bedanken.

In der Vorbereitung hatte unser Team zweimal die Möglichkeit, mit Top-Anwält:innen renommierter Arbeitsrechts-Kanzleien zu üben. Für den nicht unerheblichen Arbeitsaufwand und das tolle Feedback möchten wir uns bedanken bei:

  • Dr. Vera Luickhard, Dr. Hendric Stolzenberg und Dr. Felicia von Grundherr von ALLEN & OVERY

Zu den Probe-Pleadings gibt es einen Bericht.

Einen detaillierten Bericht zum Moot Court finden Sie hier.