Frevel gegen die Götter - Asebie im antiken Griechenland

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Rechtshistorisches Seminar

Prof. Dr. Guido Pfeifer

„Sokrates tut Unrecht, indem er nicht an die Götter glaubt, an die die Stadt glaubt, sondern andere neue dämonische Wesen einführt; außerdem tut er Unrecht, indem er die Jugend verdirbt. Als Strafe wird der Tod beantragt.“
So überliefert Diogenes Laertios die Anklage gegen den berühmten Philosophen. Der Tatbestand der Asebie, der hier umschrieben wird, ist durch zahlreiche weitere Beispiele aus der griechischen Antike belegt. Das Seminar widmet sich dessen materiellen und prozessualen Aspekten, aber auch der politischen Instrumentalisierung von Recht im Kontext von Religion und staatlicher Ideologie sowie dem Konflikt zwischen individueller Freiheit und kollektivem Zwang in der attischen Demokratie.

Das Seminar dient zugleich der Vorbereitung eines Lehrkooperationsprojekts mit dem Intitut für klassische Philologie und dem Lessing-Gymnasium, das für das Wintersemester 2020/21 geplant ist.

21. April - 30. Juni 2020
jeweils am Dienstag
um
18:00-20:00 Uhr (c.t.)
derzeit nicht als Präsenzveranstaltung;
die näheren Modalitäten werden bekanntgegeben

Kenntnisse des Altgriechischen sind keine Teilnahmebedingung, aber natürlich willkommen. Leistungsnachweis für Zwischenprüfung, Nebenfachstudierende und Schwerpunktbereichsstudium (jeweils Grundlagen des Rechts) durch mündlichen Seminarvortrag von etwa 30 Minuten Dauer und anschließende schriftliche Ausarbeitung im Umfang von ca. 25 Seiten.

Das Seminar ist auch für Studierende geöffnet, die die Zwischenprüfung noch nicht bestanden haben (§ 25 Abs. 2 StudPrüfO). Im Rahmen des Seminars kann auch eine Teilleistung für die Zwischenprüfung erworben werden (§ 20 Abs. 3 StudPrüfO).

Materialien

Alle Unterlagen zum Seminar werden über die eLearning-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. Bitte schreiben Sie sich bis zum 21. April 2020 für den zugehörigen Online-Kurs ein.