Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2021

Zivilrecht IVa (Bereicherungsrecht)

Prof. Dr. Guido Pfeifer
Di, 10:00-12:00 Uhr, in Form fortlaufender Videoaufzeichnung nebst Videosprechstunde

Die Vorlesung behandelt aus dem Pflichtfachstoff neben Grundfragen insbesondere Gegenstand, Inhalt und Umfang von Bereicherungsansprüchen, die Formen der Leistungs- und Nichtleistungskondiktion sowie Bereicherungsansprüche in Mehrpersonenverhältnissen. Zusätzlich wird das Recht der Geschäftsführung ohne Auftrag besprochen.


Rechts- und Verfassungsgeschichte II

Prof. Dr. Guido Pfeifer
Do, 08:00 - 10:00 (c.t.), in Form fortlaufender Videoaufzeichnungen nebst Videosprechstunde

Die Veranstaltung setzt die Vorlesung "Rechts- und Verfassungsgeschichte I" aus dem Wintersemester 2020/21 fort. Dabei werden einzelne Aspekte, insbesondere der Privatrechtsgeschichte vertieft. Der gezielten Vorbereitung auf die Abschlussklausur dient ein begleitendes Propädeutikum.


obligatio est iuris vinculum – Geschichte(n) von der Obligation

Prof. Dr. Guido Pfeifer
Blockveranstaltung, 14./15. Juli 2021, falls möglich als Präsenzveranstaltung

Das Bild von der rechtlichen Fessel, mit dem die römischen Juristen die Obligation definierten, erläuterten die Glossatoren des Mittelalters mit einem weiteren Vergleich: So wie Rinder durch Stricke sichtbar gebunden werden, so werden Menschen durch Worte geistig gebunden. In diesen Beschreibungen bilden sich nicht zuletzt auch konzeptionelle Strukturen ab, die etwa mit der Zugriffsmöglichkeit des Gläubigers auf den Schuldner, mit dem vertraglichen bzw. deliktischen Ursprung der Obligation, der Relativität von Schuldverhältnissen oder der Differenzierung zwischen Schuld und Haftung verbunden sind. Nicht wenige dieser Konzepte sind über Jahrhunderte tradiert worden und haben sich dabei verselbständigt. Das Seminar will die Narrative dieser Traditionen auf den Prüfstand stellen. Den Ausgangspunkt bildet dabei das römische Recht; die einzelnen Themen reichen aber vom antiken Rechtsvergleich mit dem altorientalischen und griechischen Recht bis zur Zivilrechtswissenschaft des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts einschließlich der Kodifikationsgeschichte des BGB und anderer europäischer Privatrechtsordnungen.


Theorie der Vertragsgestaltung

PD Dr. Dr. Nadine Grotkamp
Blockveranstaltung, 05./06. Juli 2021, als Videokonferenz

Das Seminar versucht eine wissenschaftliche Annäherung an die Vertragsgestaltung. Gegenstand werden Einführungswerke sein, die auf die Frage der Wissenschaftlichkeit hin untersucht werden. Zum Einen wird es darum gehen, ob die dort vorgestellten Methoden auf einer theoretischen Auseinandersetzung beruhen, welche theoretischen Ansätze relevant sind und welche Nachbarwissenschaften in den Blick kommen. Ein anderer Aspekt soll die vorgeschlagene Sequenzierung von Verträgen sein, also welche Kategorien von Regelungen bzw. Klauseln unterschieden werden. Und schließlich soll verglichen werden, was für die Autorinnen und Autoren das Ziel und der Maßstab für gute Vertragsgestaltung sind.


Griechisches Recht – Einführung und Vertiefung

Prof. Dr. Guido Pfeifer
Do, 16:00–18:00 Uhr (c.t.), in Form fortlaufender Videokonferenzen

Gegenstand des Kolloquiums sind die historischen Rechtsquellen aus der archaischen Zeit des ersten Jahrtausends v. Chr. bis etwa zum zweiten nachchristlichen Jahrhundert. Sie umfassen die homerischen Epen ebenso wie Inschriften und Papyrusurkunden und dokumentieren die Rechtsordnungen der griechischen Poleis und ihrer Kolonien, aber auch des hellenistischen Weltreichs.


Geschichte der Gerichtsbarkeit

PD Dr. Dr. Nadine Grotkamp
Mo, 10:00–12:00 Uhr (c.t.), in Form fortlaufender Videokonferenzen

Wer entscheidet über rechtliche Fragen? Ist es nicht eine Selbstverständlichkeit, dass Rechtsprechung so gut wie ausschließlich von staatlichen Gerichten und ausgebildeten Juristen als Richtern betriebenen wird? Das Kolloquium gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Formen von Gerichtsbarkeit, ihre Nähe und Ferne zum jeweiligen Staat bzw. zu den anderen Ausprägungen von Herrschaft und die vielfältigen Vorkehrungen der Sicherung des richtigen Urteils, unter denen der Einsatz von studierten Richtern nur eine ist. Zeitlich erstreckt sich das Programm vom antiken Athen bis in die Gegenwart.