Rechtshistorisches Seminar

Altorientalisches Handels- und Gesellschaftsrecht

Prof. Dr. Hossein Badamchi, Prof. Dr. Guido Pfeifer

Die Hochkulturen Mesopotamiens präsentieren in den ersten drei Jahrtausenden v. Chr. zahlreiche und differenzierte Formen ökonomischer Aktivität: Dazu zählen etwa Investmentgeschäfte im Zusammenhang mit Handelskarawanen ebenso wie die gemeinschaftliche Pacht von Land; die Organisationsformen reichen von gleichberechtigten Partnergesellschaften bis zum Einsatz von Handelsgehilfen und -agenten. Das Seminar nimmt diesen Befund zum Anlass, nach den strukturellen Merkmalen und der Ausgestaltung der jeweiligen Unternehmensformen zu fragen: Wie werden die Unternehmungen begründet? Welche Rolle spielt der Einsatz von Kapital und Arbeit? Wie steht es um die Beteiligung an Gewinn und Verlust? Gibt es ein Risikomanagement? Wie wird eine Transaktion abgerechnet? Das Seminar widmet sich angesichts dieser Fragen sowohl der normativen Erfassung des Handels- und Gesellschaftsrechts wie seiner vertraglichen Gestaltung in der Praxis. Dabei werden die einschlägigen Rechtsinstitute wie Gesellschaft und Gemeinschaft, aber auch Kauf, Darlehen und Pacht nicht isoliert voneinander, sondern in ihrem Zusammenspiel sowie im historischen, sozialen und ökonomischen Kontext der überlieferten Quellen analysiert.

Blockseminar:
11. Juli 2019
um
Zeit wird noch bekanntgegeben
im Raum
Ort wird noch bekanntgegeben

Leistungsnachweise für Zwischenprüfung, Nebenfachstudierende und Schwerpunktbereichsstudium (Law and Finance; Grundlagen des Rechts) durch mündlichen Seminarvortrag von etwa 30 Minuten Dauer und anschließender schriftlicher Ausarbeitung im Umfang von ca. 25 Seiten.  Altsprachliche Kenntnisse sind willkommen, aber nicht zwingend vorausgesetzt.


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