Das Frankfurter Rechtstheoretische Kolloquium



Das von Thomas Vesting, Ricardo Campos und Rudolf Wiethölter von 2013 bis 2024 veranstaltete Frankfurter Rechtstheoretische Kolloquium hat versucht, die lange Tradition der Frankfurter Rechts- und Gesellschaftskritik fortzusetzen. Bekannt unter dem Kürzel „Mittwochsseminar“ wurde es in der Nachkriegszeit von Rudolf Wiethölter (in der Nachfolge von Franz Böhm) begründet, der das Seminar auch nach seiner Emeritierung gemeinsam mit Gunther Teubner bis 2009 weiterführte. Dann übernahm Malte Gruber bis 2014 die Leitung. Ab Sommer 2025 wird es von Benno Zabel und Klaus Günther fortgesetzt werden.

Das Mittwochsseminar ist immer ein Ort des theoretischen Experiments gewesen, bei dem aktuelle Rechtsentwicklungen mit unterschiedlichsten wissenschaftlichen Perspektiven konfrontiert werden. In diesem Sinne lag ein Fokus des Kolloquiums in meiner Zeit auf dem interdisziplinären Austausch zwischen Rechtswissenschaft und anderen Disziplinen, wie etwa der Philosophie, Soziologie, Anthropologie, Theologie, Geschichte, Sozialtheorie, Literaturwissenschaft und der Kulturtheorie, um nur einige zu nennen.Zum festen Teilnehmerkreis des Kolloquiums gehörten Studenten, Doktoranden, Habilitanden und ausländische Gastwissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen. Es war offen für all jene, die ein Forum für anspruchsvolle Debatten innerhalb der Rechtswissenschaft suchten. Darüber hinaus hat das Kolloquium jedes Semester Autoren und Wissenschaftler aus aller Welt empfangen. Zwischen 2014 und 2024 waren unter anderem zu Gast: Jan Assmann, Gunther Teubner, Jürgen Habermas, Axel Honneth, Karl-Heinz Ladeur, Hans Lindahl, Stephan Meder, Christoph Menke, Marcelo Neves, Anton Schütz, Fabian Steinhauer, Michael Stolleis, Rainer Forst, Chris Thornhill, Gunnar Folke Schuppert, Josef Vogel, Bernhard Waldenfels, Christoph Möllers, Marietta Auer und Isabel Hensel.



Die Veranstaltungen im Einzelnen:

SoSe 2022 - Der Recht der liberalen Gesellschaft (Vesting/Campos)

WiSe 2021/22 - Thema: Der Vertrag der Gesellschaft II (Vesting/Campos)

SoSe 2021 - Thema: Der Vertrag der Gesellschaft I (Vesting/Campos)

WiSe 2020/2021 - Thema: Netzwerkregulierung II (Vesting/Campos)

SoSe 2020 - Thema: Netzwerkregulierung - Meinungsfreiheit unter neuen Bedingungen (Vesting/Campos)

WS 2019/20 -  Recht und Wirtschaft: Soziale Voraussetzungen des Rechts (Vesting/Campos)

Sommer 2019 - „Meine Vision, als produktive Utopie: Rechtsverfassungsrecht!“
Zu Rudolf Wiethölters politischer Rechtstheorie
 (Vesting/Campos)

WS 2018/2019 - Zum Subjekt im Recht (Vesting/Campos)

Sommer 2018 - Thema: Komplexität und Kritik. Die (Un-)Möglichkeit einer kritischen Gesellschaftstheorie (Vesting/Campos/Wiethölter)

WS 2017/2018 - Thema: Digitalisierung und Subjektivierung I (Vesting/Campos/Wiethölter)

Sommer 2017 - Thema: Zur Selbstorganisation von Soziabilität (Vesting/Campos/Wiethölter)

WS 2016/2017 - Thema: Die Möglichkeit von modernen Ordnungen (Vesting/Campos/Wiethölter)

Sommer 2016 - Thema: Transformation der Staatlichkeit II. Veränderung des Staates (Vesting/Campos/Wiethölter)

WS 2015/2016 – Thema: Transformation der Staatlichkeit I. Entstehung des Staates (Vesting/Campos/Wiethölter)

Sommer 2015 - Thema: Neue Theorien der Grundrechte (Vesting/Campos/Wiethölter)

WS 2014/2015 - Thema: Politische Theologie und liberale Demokratie (Vesting/Campos/Wiethölter)

Sommer 2014 – Thema: Politische Ökonomie (Vesting/Campos/Wiethölter)

WS 2013/2014: Die Form des Rechts in der Weltgesellschaft (Vesting/Campos/Wiethölter)