Professur für Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht unter Berücksichtigung der europäischen und internationalen Bezüge des Arbeitsrechts

Willkommen auf der Homepage von Professor Dr. Waas

Lehrstuhl für Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht

unter Berücksichtigung der europäischen und internationalen Bezüge des Arbeitsrechts.

Prof. Dr. Bernd Waas                                  (English Version)


Seminar: Labour Law in the European Union (WS 2018)

Im Wintersemester 2018/19 wird ein arbeitsrechtliches Seminar (Schwerpunktbereiche 1 & 5)

zum Thema

Labour Law in the European Union

von Frau Dr. Elena Gramano (gramano@jur.uni-frankfurt.de) angeboten.

Sämtliche Informationen zu dieser Veranstaltungen finden Sie hier.

Vorbesprechung zu dem Seminar:          Mo, 15.10.2018, 11 Uhr, Raum wird noch bekanntgegeben


Exkursion an den Europäischen Gerichtshof

Gruppenbild exkursion

Sommersemester 2018

Auch dieses Jahr hatten die Teilnehmer des Kolloquiums Europäisches Arbeitsrecht wieder die Gelegenheit, an einer zweitägigen Exkursion nach Luxemburg teilzunehmen. Insgesamt 17 Studierende sowie der Dozent Dr. Johannes Heuschmid fuhren somit im Juli in die Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums. Wie letztes Jahr wurde die Exkursion freundlicherweise vom Lehrstuhl Prof. Waas finanziert und unter Beteiligung des Hugo-Sinzheimer-Instituts organisiert.

Die Exkursion begann mit der Anfahrt im Laufe des Montags. An diesem Tag hatten wir neben einer Stadtführung auch die Gelegenheit, Luxemburg selbst zu erkunden. Am Abend gab es ein gemeinsames Abendessen in der Pizzeria Porta Nova. Dort konnten wir uns auch mit Referenten des Europäischen Gerichtshofes sowie mit dem Professor für Arbeitsrecht Luca Ratti von der Universität Luxemburg austauschen.

Früh am nächsten Morgen begann dann der Hauptprogrammpunkt der Exkursion, ein Besuch des Europäischen Gerichtshofs. Wie alle europäischen Institutionen in Luxemburg ist auch der EuGH prominent auf dem Kirchberg angesiedelt. Durch diese Lage sind die beiden – für den EuGH charakteristischen – goldenen Türme vom Rest der Stadt gut zu erkennen. An diesem Dienstag fand die mündliche Verhandlung zu der Rechtssache Weiss, C-493/17 statt. Dabei handelt es sich um ein Vorabentscheidungsverfahren beruhend auf einer Vorlage des BVerfG. Im Kern dreht sich dieses um die Frage, ob die EZB mit ihrem Anleihenkaufprogramm als Element ihrer Quantitative Easing-Strategie ihre Kompetenzen überschritten hat. Nach einer kurzen Einführung in die Rechtssache durch eine Praktikantin am EuGH begann die mündliche Verhandlung. Besonders an diesem Verfahren war nicht nur, dass es vor der Großen Kammer – das heißt 15 Richtern – verhandelt wurde, sondern auch, dass die mündliche Verhandlung durch die große Anzahl an Klägern deutlich länger als gewöhnlich dauerte. Vor dem EuGH traten vier Kläger aus Deutschland auf, es gab jedoch insgesamt über 1700 Beschwerdeführer vor dem BVerfG.

Nach der Verhandlung wurden wir nach einem kleinen Snack durch die Räumlichkeiten des EuGH geführt. Hierbei erfuhren wir viel über die Geschichte des Gebäudes und des Gerichtshofes. Am Schluss unserer Besuchs stand ein Gespräch mit dem luxemburgischen Richter am EuGH, Francois Biltgen. Er berichtete uns, wie ein Verfahren am EuGH abläuft und welche Spruchkörper es gibt. Danach hatten wir die Gelegenheit, ihm Fragen zu stellen. Herr Biltgen antwortete ausführlich dazu, wie er sich die Zukunft des EuGH vorstellt und wie der Gerichtshof mit Kritik an seiner Rechtsprechung umgeht.

Nach dem Gespräch fuhren wir zurück nach Frankfurt. Für alle Teilnehmer waren diese beiden Tage eine besondere Erfahrung. Durch die Exkursion wurde das Kolloquium auf einzigartige Weise abgerundet und uns so die Möglichkeit eröffnet, einen kleinen Einblick in die spannende Arbeit des EuGH zu gewinnen.

Florian Franz


Hugo Sinzheimer Moot Court 2018

Preisverleihung moot court 2018

Team der Goethe-Universität gewinnt den zweiten Platz beim internationalen Hugo Sinzheimer Moot Court Wettbewerbs im Europäischen Arbeitsrecht

Das Team der Goethe Universität hat beim Hugo Sinzheimer Moot Court in Cassino (Italien) den zweiten Platz erreicht. Außerdem war das Team unter den Top 4 der besten Schriftsätze. Der Hugo Sinzheimer Moot Court ist ein europaweiter Hochschulwettbewerb auf dem Gebiet des Europäischen Arbeitsrechts. Schwerpunkte des Falles waren dieses Jahr Geschlechterdiskriminierung, der Umgang mit Algorithmen und Datenschutz. Betreut wurde das Team von Elena Gramano, Vera Pavlou und Hendric Stolzenberg.

Elisa Grote


Hugo Sinzheimer Moot Court 2018

Gruppenfoto a o

HS Moot Court Team schließt Vorbereitung für die mündlichen Verhandlungen in Italien mit Hilfe von Görg und Allen&Overy erfolgreich ab

Am 23.5.2018 traf das HS Moot Court Team der Goethe Universität in den Räumlichkeiten von Görg Partnerschaft von Rechtsanwälten Dr. Lars Nevian und Dr. Heiko Reiter. Das Team stellte den Anwälten den mündlichen Vortrag für das Finale in Italien vor und erhielt anschließend Feedback. Sehr bereichernd waren vor allem die praktischen Aspekte und Argumente, die Herr Nevian und Herr Reiter aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung aus der Arbeitsrechtspraxis einbringen konnten.

Am 29.5.2018 reiste das HS Moot Court Team zur Sozietät Allen & Overy nach Düsseldorf, wo es von Tobias Neufeld (Global Head of Employment& Benefits), Catharina Glugla und Dr. Frank Schemmel empfangen wurde. Nach der Simulation der mündlichen Verhandlung erhielt das Moot Court Team ein ausführliches Feedback zur Vortragsweise und juristischen Inhalten, sowie hilfreiche Anmerkungen zum mündlichen Vortrag.

Besonders von der Prozesserfahrung des Teams um Tobias Neufeld konnte das Team sehr profitieren.

Wir möchten uns bei beiden Kanzleien herzlich für die Unterstützung bei der Vorbereitung der mündlichen Vorträge bedanken!

Elisa Grote


Hugo Sinzheimer Moot Court 2018

Team Deutschland für den Hugo Sinzheimer Moot Court 2018 schließt mit Greenfort die schriftliche Phase erfolgreich ab

Der Hugo Sinzheimer Moot Court Competition ist ein europaweiter Hochschulwettbewerb auf dem Gebiet des Europäischen Arbeitsrechts (weitere Informationen unter: http://hsi.uva.nl/en/hs-mcc/hs-mcc.html). Der Moot Court wird dieses Jahr in Cassino, Italien ausgetragen. Deutschland ist erstmals mit einem Team der J.W. von Goethe-Universität Frankfurt am Main vertreten.

Am 27. April 2018 traf das Moot Court Team die Rechtsanwältinnen Daniela Hangarter und Anna Hauer in den Räumlichkeiten der Sozietät Greenfort und besprach mit ihnen ihre Schriftsätze, welche das Team sowohl für die Seite des Klägers als auch der Beklagten anfertigen musste. Dem Team kam neben der fachlichen Expertise insbesondere die praktische Erfahrung der Anwältinnen im Verfassen von Schriftsätzen zugute. Für die Zusammenarbeit und zahlreichen hilfreichen Anmerkungen möchten wir uns herzlich bedanken!

Marko Skraba


Seminar: EU Gender Equality Law (WS 2018)

Im Sommersemester 2018 wird ein arbeitsrechtliches Seminar

zum Thema

EU Gender Equality Law

von Frau Dr. Vera Pavlou (pavlou@jur.uni-frankfurt.de) angeboten.

Sämtliche Informationen zu dieser Veranstaltungen finden Sie hier.

Vorbesprechung zu dem Seminar:          Do, 19.04.2018, 14 Uhr, SH 0.106


Exkursion an den Europäischen Gerichtshof

Dsc 0240

Sommersemester 2017

Im Rahmen des Kolloquiums „Europäisches Arbeitsrecht“ machten sich 24 Studierende der Goethe-Universität und der Dozent Dr. Johannes Heuschmid im Juli 2017 auf den Weg zu einem zweitägigen Ausflug nach Luxemburg. Die Exkursion wurde freundlicherweise vom Lehrstuhl Prof. Waas finanziert. Im Mittelpunkt der Reise stand neben einem Kurzbesuch am EFTA-Gerichtshof ein ganztägiger Besuch des Europäischen Gerichtshofs.

Nach einer knapp dreistündigen Busfahrt am 17. Juli in das Herz von Luxemburg erreichten wir unser Hostel. Von dort aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum EFTA-Gerichtshof, wo wir von Theresa Haas, einer wissenschaftlichen Referentin, in Empfang genommen wurden. In ihrer knapp einstündigen Präsentation erklärte sie uns den Aufbau und die Funktion des EFTA-Gerichtshofs und des EWR-Systems.

Nach einer kurzen Stadtführung durch den Dozenten wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, ihrer freie Zeit in Luxemburg selbst zu gestalten bis sie dann bei einem Abendessen in der Pizzeria Porta Nova die Gelegenheit bekommen haben, sich mit Rechtsreferenten des EuGH auszutauschen.

Nach einer kurzen Nacht besuchten wir am nächsten Tag den Europäischen Gerichtshof. Dort erhielten wir zunächst eine Einführung in den Verfahrensgegenstand des Falles Egenberger (C-414/16) durch Frau Mörsdorf-Schulte (Rechtsreferentin im Kabinett des Generalanwalts Tanchev), dessen nachfolgende sehr lebhafte mündliche Verhandlung wir uns dann angehört haben. In dem Fall geht es auf der Basis einer Vorlage des BAG um die Frage, ob § 9 AGG unionsrechtkonform ist.

Im Anschluss an die mündliche Verhandlung erhielten wir eine Führung durch die Räumlichkeiten des EuGH, wobei uns die geschichtlichen Entwicklungen des EuGH sowie die weiteren bevorstehenden baulichen Maßnahmen erläutert wurden. Zum Abschluss des Tages empfing uns der luxemburger Richter am EuGH Francois Biltgen. In seinem 45-minütigen deutschsprachigen Vortrag erläuterte er den Aufbau des Europäischen Gerichtshofs, die Zuständigkeiten der Kammern und die prozentuale Verteilung der gestellten Anträge. Er erklärte uns das für europäische Richter geltende Beratungsgeheimnis und ging zum Schluss noch auf die Rolle des EuGH im europäischen Arbeitsrecht ein, indem er uns bedeutende Fälle auf diesem Gebiet vorstellte. Nach seinem Vortrag stellte er sich unseren Fragen und beantwortete diese umfassend.

Am späten Nachmittag des gleichen Tages ging es wieder mit dem Bus nach Frankfurt. Um 19 Uhr erreichten wir das Seminarhaus am Westend Campus und machten uns zufrieden, aber auch erschöpft auf den Heimweg.

Thomas Hartmann


Neues von dem EU-geförderten Forschungsprojekt: ELLN Restatement of Labour Law in Europe

Der Lehrstuhl für Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht unter Berücksichtigung der europäischen und internationalen Bezüge des Arbeitsrechts an der Goethe Universität Frankfurt am Main erhielt den Zuschlag für ein zweijähriges Forschungsprojekt zum Thema "Verbesserung des Kenntnisstandes im Bereich der Arbeitsbeziehungen" (VP/2014/004), das zur Haushaltslinie Arbeitsbeziehungen und sozialer Dialog der Europäische Kommission gehört.

Prof. Dr. Bernd Waas wird das europäische Forschungsprojekt „Restatement of Labour Law in Europe“ leiten.

 

©Horst Wagner

 

Ab dem 1. Januar 2015 wird das "Restatement of labour Law in Europe" von der Europäischen Kommission unterstützt. Projektpartner sind:

● European Trade Union Confederation/European Trade Union Institute (ETUC/ETUI),

● Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA),

● European Employment Lawyers Association (EELA),

● European Association of Labour Court Judges (EALCJ), und

● European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions (EUROFOUND).

Zwei Projekte der Arbeit an dem Restatement werden bis zum Ende des Jahres 2016 abgeschlossen und veröffentlicht werden: Ein Restatement des Arbeitnehmerbegriffes und ein Restatement der "atypischen Beschäftigungsverhältnisse" (Teilzeit, befristete Beschäftigung und Leiharbeit).

Die erste Sitzung des ELLN-Projekts „Restatement of labour law in Europe“ fand am 12. bis 14. Februar 2015 in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel, Belgien statt. Das Thema dieses Initialen Treffen war das "Restatement" des Arbeitnehmerbegriffs. Das Treffen wurde von dem Projektteam der Goethe Universität organisiert und bot die Möglichkeit zur Kommunikation und Austausch von Informationen über den aktuellen Stand, für die sorgfältige Planung des weiteren Vorgehens und die Perspektiven des Projekts.