​Professur für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht und Rechtstheorie

Willkommen auf der Homepage von Prof. Dr. Tröger

Postanschrift:

Prof. Dr. Tobias Tröger (HoF 1.24)                                  
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Zivil- und Wirtschaftsrecht
Postfach HoF 13
Theodor-W.-Adorno-Platz 3 (Campus Westend)
60629 Frankfurt am Main

Sekretariat:

Susanne Schirmer (HoF 1.23)
Telefon: +49 69 798 30097
Telefax: +49 69 798 30077
E-Mail: office_troeger[at]safe-frankfurt.de




AKTUELLE INFORMATION: 

Doktorandenprogramm

Das Doktorandenprogramm in Law, Finance and Economics des Leibniz Instituts für Finanzmarktforschung SAFE nimmt ab dem 15.Januar 2026 bis zum 31.05.2026 Bewerbungen für den Programmstart am 01.10.2026 entgegen:

Weiterführende Informationen zu dem Programm sind hier zu finden: Doktorandenprogramm Law, Finance Economics SAFE

Die Professur im Sommersemester 2024

 

Bild der Professur im Sommersemester 2024

        



Professur

Tobias Tröger

Sekretariat
Susanne Schirmer

Wissenschaftliche Mitarbeiter
Falk Borgards
Serhat Cengiz
Dvir Ezra
Bero Gebhard
Bella Sosnov
Julian Stolte
Ioan Sumandea-Simionescu
Josephine Uhlig

Studentische Hilfskräfte

Chiara Ley
Bianca Scholz


Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


Lea BorgerBenedikt HappJonathan Pfitzer
Jannes DrechslerPaul HarenbergMarlon Prutzer
Victoria DintelmannFabienne HeldAndreas Roth
Alexander FriedrichThomas KelmPhilipp Scheibenflug
Qianting GaoJee In KimDaniel Schellenberg
Jennifer GehrkeTheresa KreftAnn-Kathrin Schmitt
Alperen GözlügölClaire MeyerHenriette Sigmund
Marie GhanemLara MilioneWolfram Stein
Gustavo GreblerViviane OpitzSebastian Steuer
Julian GrethLisa PfaffingerGerrit Tönningsen

Profil

Die Forschungstätigkeit der Professur zielt sowohl auf eine Fortentwicklung des geltenden Rechts als auch auf die Beurteilung von Normsetzungsprojekten aus  konsequentialistischer Perspektive. Mit der unternommenen Bewertung von Interpretations- und Regulierungsalternativen ist eine Öffnung der Methodik gegenüber sozial- und kognitionswissenschaftlichen Erkenntnissen und Modellen verbunden. Auf dieser Grundlage tritt zunehmend eine über die Erhebung deskriptiver Daten hinausgehende Rechtstatsachenforschung in den Blick, mit deren Hilfe institutionelle Wirkungszusammenhänge ermittelt werden können. Überwiegend liefert das Ziel einer Steigerung der gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrt die Referenz für die angestellten normativen Betrachtungen. Die Ausrichtung der Forschungsaktivitäten spiegelt sich in fächer- und jurisdiktionsübergreifenden Kooperationen und Verbünden. Auf der anderen Seite werden die Forschungsergebnisse und –gegenstände mit der Rechtspraxis v.a. in einschlägig besetzten Gesprächskreisen und auf Tagungen rückgekoppelt.   

Die thematischen Schwerpunkte liegen im Unternehmens-, Bank- und Vertragsrecht. In allen Rechtsgebieten werden sowohl tradierte Fragestellungen aus der genannten Perspektive betrachtet, als auch neue Rechtsentwicklungen begleitet.

·       Im Unternehmensrecht werden zum einen die Möglichkeiten und Grenzen supranationaler Harmonisierung und die Alternative eines institutionellen Wettbewerbs nationaler Regulierer, Aufsichtsbehörden und privater Normgeber untersucht. Zum anderen werden verschiedene Rechtsinstitute des Organisations- und Kapitalmarktrechts auf der Grundlage der ökonomischen Theorien des Unternehmens und der finanökonomischen Einsichten zur Funktion der Kapitalmärkte betrachtet, wobei insbesondere innovationsbeeinträchtigende Wirkungen zwingenden Rechts untersucht werden.

·       Im Bankaufsichtsrecht werden Institute und Verfahren des Aufsichtsrechts analysiert, die für eine nachhaltige Finanzmarktarchitektur von Bedeutung sind, insbesondere im Recht der prudentiellen Aufsicht und der Restrukturierung und Abwicklung von Finanzinstituten.

·       Besonderes Augenmerk gilt auch der Frage, ob und inwieweit Institute des Unternehmens- und Aufsichtsrechts Anreize für eine Nachhaltigkeitsorientierung wirtschaftlicher Aktivität setzen können.

·       Im Vertragsrecht stehen die Herausforderungen im  Fokus, die durch künstliche Intelligenz für die tradierten Zivilrechtsordnungen aufgeworfen werden und nach einem Rechtsrahmen verlangen, der wohlfahrtssteigernde Innovation begünstigt.

Die Forschungsinitiativen der Professur erfolgen im Rahmen des interdisziplinären Leibniz Institut für Finanzmarktforschung Sustainable Architecture for Finance in Europe (SAFE) und sind eng in das internationale Fellow-Netzwerk der Kollegforschungsgruppe Foundations of Law and Finance eingebunden.

Promotion

 

Im Einklang mit dem Forschungsprofil der Professur betreue ich Dissertationen in den von mir vertretenen Bereichen des Privat- und Wirtschaftsrechts. Die Bearbeitung der Fragestellung muss einen innovativen und grundlagenorientierten Beitrag zur wissenschaftlichen Debatte versprechen. Ich begrüße vergleichende und interdisziplinäre Forschungsansätze, insbesondere solche, die im Schnittfeld von Recht und Ökonomik angesiedelt sind (Ökonomische Analyse des Rechts).

Um die adäquate Betreuung der Promotionsstudierenden zu sichern, mache ich die Annahme in aller Regel von überdurchschnittlichen Ergebnissen im Ersten Juristischen Staatsexamen oder vergleichbaren ausländischen Studienabschlüssen abhängig. Sofern ich Sie bisher nicht persönlich kennen gelernt habe, sollten Sie genauere Vorstellungen über mögliche, Sie interessierende Dissertationsthemen haben. Bitte informieren Sie sich auch über die allgemeinen Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion am Fachbereich Rechtswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt.

Wenn Sie erwägen, unter meiner Betreuung eine Dissertation anzufertigen, sollte Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (in einfacher Kopie) neben den Angaben zu Studienverlauf und Examensnote vor allem auch Ihr Interessengebiet und die Motive Ihrer Bewerbung an meinem Lehrstuhl erkennen lassen.

Die endgültige Annahme als Doktorandin/Doktorand erfolgt auf der Grundlage einer Seminararbeit über das in Betracht gezogene Promotionsthema oder eines vergleichbar detaillierten Exposés.


Abgeschlossene Dissertationen

Lisa Pfaffinger – Unbeschränkte Gesellschafterhaftung und Gläubigerschutz - Eine ökonomische Betrachtung des Haftungssystems der Personengesellschaften

Philipp Scheibenpflug – Aktienrechtliche Vermögensbindung und Verhaltensrisiken 

Henriette Karoline Sigmund Bindung durch Versprechen oder Vertrag - Untersuchung der Behandlung öffentlicher Belohnungsaussetzung im deutschen und englischen Recht aus dogmengeschichtlicher und rechtsökonomischer Perspektive 

Gerrit Tönningsen – Gemeinsame europäische Bankenaufsicht nach der Bankenunion - Der einheitliche Aufsichtsmechanismus als Modell für die effektive Überwachung transnationaler Kreditinstitute? 

Theresa Kreft – Die Trennbankenregime im Vereinigten Königreich und Deutschland – eine rechtsvergleichende und rechtsökonomische Analyse

Alexander Friedrich – Die novellierte Debt Governance für Banken in der Europäischen Union

Thomas Kelm – Vom kontrollierenden Aktionär unabhängige Aufsichtsratsmitglieder - Eine Untersuchung von Kosten und Nutzen unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder in der Überwachung von Related Party Transactions mit dem Kontrollaktionär

Andreas Roth - Related Party Transactions mit kontrollierenden Aktionären – Eine rechtsvergleichende Analyse unter Einbeziehung rechtsökonomischer Aspekte

Lisa Marie Therese Kölsch - Gläubigerschutz in der Umstrukturierung – Umwandlungsrechtliche Zulässigkeit konzernweiter Umstrukturierungsmaßnahmen im Liebte aktienrechtlicher Vermögensbindung

Tristan Förster - Regulierung von Verbriefungstransaktionen

Benedikt Happ - Der fehlerhafte Beschluss in der Personengesellschaft – Allgemeines Beschlussmängelrecht und Institutionenbildung auf Grundlage des Anfechtungsmodells

Lara Milione - Enhancing the Credibility of Resolution – An Analysis of the Impact of Recovery and Resolution Planning and Loss Absorbing Capital Requirements on the Credibility of Bail-In 

Sebastian Steuer - Passive Investoren – Indexbasierte Vermögensverwaltung und die Corporate Governance von Publikumsgesellschaften

Jannes Drechsler - Rechtsökonomik in der Gesetzesanwendung 

Maximilian Johannes Höflich - Systemische Risiken im Asset Management

Jonas Schütt - Towards Risk Based AI Regulation

Das Doktorandenprogramm in Law, Finance and Economics des Leibniz Instituts für Finanzmarktforschung SAFE

Förderung durch das Programm

SAFE bietet exzellenten Bewerber:innen für sein Doktorandenprogramm in Law, Finance, and Economics eine Finanzierung für drei Jahre mit der Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Die Förderung besteht in der Regel aus einem Stipendium von 1.200 € pro Monat im ersten Programmjahr und einer Stelle als wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in in den folgenden Jahren. Die Stelle wird im zweiten Programmjahr mit einem 50%igen Arbeitsvertrag ausgestattet, der ab dem dritten Jahr auf 70% angehoben wird. Im ersten Programmjahr werden Stipendiat:innen aus dem Bereich der Rechtswissenschaft durch obligatorische Lehrveranstaltungen in die Methodiken eingeführt, die in der quantitativen Forschung im Bereich verwendet werden. 

SAFE bietet seinen Doktorand:innen das spannende und inspirierende Umfeld einer inter- und transdisziplinären Forschungseinrichtung, die sich exzellenten Forschungsergebnissen und forschungsbasierter Politikberatung verschrieben hat. Zu den Forschungsmethoden im Bereich Recht gehören bei SAFE Law and Economics, Law and Finance sowie Behavioral Law and Economics. Zu den Forschungsthemen von SAFE gehören u.a. Kapitalmarktregulierung, Corporate Governance, die Regulierung der privaten Geldanlage, Wettbewerb und judicial enforcement.

SAFE verfolgt ein "Pool-Konzept" für seine Doktorand:innen: Während diese sich eine:n Betreuer:in aus den Reihen der SAFE-Professor:innen wählen, werden sie gleichzeitig ermutigt, auch mit anderen SAFE-Forscher:innen zu arbeiten und Forschungspapiere zu schreiben. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, sich einen Eindruck von der Forschung potenzieller Betreuer:innen zu verschaffen, bevor sie sich für eine:n entscheiden, und vermittelt ihnen unterschiedliche Perspektiven und methodische Ansätze in den Bereichen Law, Economics und Finance, während sie ihre Dissertation abschließen.

Anforderungen und Erwartungen

Von den Stipendiat:innen wird erwartet, dass sie sich während des ersten Programmjahres voll und ganz auf ihre Kursarbeit konzentrieren.

Sie müssen die Prüfungen in den von ihnen belegten wirtschaftswissenschaftlichen Kursen bestehen. Ein Vertrag als wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in nach dem ersten Jahr ist an das Bestehen dieser Prüfungen gebunden.

Von den wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen wird erwartet, dass sie spätestens im ersten Monat des zweiten Jahres eine:n Betreuer:in aus den Reihen der SAFE-Professor:innen wählen. Diese Wahl schließt Forschungsprojekte mit anderen SAFE-Forscher:innen nicht aus.

Die Doktorand:innen können entweder ein Buch oder eine Dissertation in englischer Sprache verfassen, die auf eine internationale Veröffentlichung in renommierten juristischen Fachzeitschriften abzielt (eine tatsächliche Veröffentlichung ist keine Voraussetzung für den Abschluss der Promotion, jedoch muss der Promotionsausschuss eine ausreichende Qualität bescheinigen, damit eine gute Chance auf eine Veröffentlichung besteht).

Bewerbung

Bewerber:innen müssen ein rechtswissenschaftliches Studium an einer Universität mit Auszeichnung (Top 15%) abgeschlossen haben. Bitte legen Sie Ihrer Bewerbung folgende Dokumente bei: Lebenslauf, Motivationsschreiben, Abschlusszeugnisse, Notenübersicht Studium. Empfehlungsschreiben sind willkommen, aber nicht erforderlich.

Bewerbungen für den Programmstart am 1. Oktober 2026 nehmen wir ab dem 15. Januar 2026 über unser Online-Bewerbungsportal entgegen. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2026.

Hilfreiche Informationen und Kontakte

Mehr Informationen zu dem Programm und zu SAFE finden Sie unter:

Leibniz Institute for Financial Research SAFE (safe-frankfurt.de)
Doktorandenprogramm in Law, Finance, and Economics | Leibniz-Institut SAFE (safe-frankfurt.de)

Weitere Informationen und nützliche Hinweise über das Doktorandenprogramm finden Sie in diesem ausführlichen Bericht von Jurinsight

Kontakt für Fragen:

Prof. Dr. Dr. Alexander Morrell                     Prof. Dr. Tobias Tröger
morrell@safe-frankfurt.de                            troeger@safe-frankfurt.de