Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung

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Herzlich Willkommen

Willkommen auf den Seiten der Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung von Frau Prof. Dr. Beatrice Brunhöber.

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Bitte beachten Sie:

Aufgrund der derzeitigen Corona-Lage ist das Sekretariat nur in Einzelfällen besetzt. Es ist am besten per Mail zu erreichen: sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de 


Hinweise zur Notenausgabe und Ausgabe der Prüfungsleistungen im Sommersemester 2021

Strafrecht III - Klausur

Die Noten wurden am 20. Oktober 2021 dem Prüfungsamt übermittelt. Die Abholung der Klausur ist vom 2. bis zum 16. November von Montag bis Donnerstag zwischen 9.30 Uhr und 11 Uhr im Sekretariat der Professur möglich. 

Bitte beachten Sie: Eine Remonstration der Klausur muss bis spätestens zwei Wochen nach Einsichtnahme erfolgen. Denken Sie bitte daran, sich das Datum der Einsichtnahme vom Sekretariat bestätigen zu lassen. Klausuren ohne Datumsstempel werden nicht zur Remonstration angenommen. Die ausgefertigte Remonstration reichen Sie bitte digital im Sekretariat ein.

Bitte bringen Sie hierzu Ihre Goethe-Karte mit. Stellvertretende Abholung ist nur mit einer Vollmacht möglich. Bitte beachten Sie außerdem die allgemeinen Coronaregeln (3G) der Goethe-Universität; diese gelten im gesamten RuW-Gebäude. Bitte tragen Sie zur Abholung einen Mundschutz.

Seminar "GEBURT - KRANKHEIT - TOD. Aktuelle medizinstrafrechtliche und medizinethische Probleme"

Die Noten wurden am 18. Oktober 2021 dem Prüfungsamt übermittelt. Die korrigierten Seminararbeiten und die Voten können per E-Mail bis zum 4.11.2021 beim Sekretariat angefordert werden.

Seminar "Legitimes Strafrecht"

Die Noten wurden am 26. Oktober 2021 dem Prüfungsamt übermittelt. Die korrigierten Seminararbeiten und die Voten können per E-Mail ab dem 3.11. bis zum 17.11.2021 beim Sekretariat angefordert werden.

Kolloquium "Rechtsphilosophische Grundlagen des Strafrechts" - Take Home Exam

Die Noten wurden am 7. Oktober 2021 dem Prüfungsamt übermittelt. Die Abholung der Take Home Exams ist vom 25. Oktober bis zum 4. November von Montag bis Donnerstag zwischen 9.30 Uhr und 11 Uhr im Sekretariat der Professur möglich. 

Bitte bringen Sie hierzu Ihre Goethe-Karte mit. Stellvertretende Abholung ist nur mit einer Vollmacht möglich. Bitte beachten Sie außerdem die allgemeinen Coronaregeln (3G) der Goethe-Universität; diese gelten im gesamten RuW-Gebäude. Bitte tragen Sie zur Abholung einen Mundschutz.



brunhoeber

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber ist seit dem 1. Februar 2019 Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie 2009 promoviert wurde und sich 2016 habilitierte. Sie war Visiting Scholar an der George-Washington University Law School (Washington D.C.) und Junior Fellow an der DFG-Kollegforschergruppe „Normenbegründung in der Medizinethik und Biopolitik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bevor sie Anfang 2017 an der Leibniz Universität Hannover zur Universitätsprofessorin ernannt wurde. 2018 nahm sie einen Ruf an die Universität Bielefeld an, wo sie den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung unter besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Rechtsforschung innehatte. Seit November 2018 ist sie Principal Investigator zunächst am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und seit dessen Auslaufen an dem anschließenden Forschungsverbund an der Goethe-Universität. Seit April 2020 hat sie ein Goethe-Fellowship am Humanwissenschaftlichen Kolleg der Goethe-Universität inne. Sie ist zudem Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität.

Im Strafrecht befasst sie sich mit Grundfragen des materiellen Strafrechts sowie mit Medizin-, Datenschutz-, Computer- und Internetstrafrecht. Daneben hat sie einen Schwerpunkt in der Rechtsphilosophie, wo sie sich vor allem mit Kriminalisierungstheorien, Staats- und Verfassungstheorie sowie mit medizin- und bioethischen Fragen beschäftigt. Weiterhin interessiert sie sich für die Rechtsvergleichung mit dem kontinentaleuropäischen und angelsächsischen Raum. Bücher (Auswahl): Die Erfindung „demokratischer Repräsentation“ in den Federalist Papers (2009) (Auswahl zum juristischen Buch des Jahres 2010); Strafrecht und Verfassung (Mithrsg., 2013); Strafrecht im Präventionsstaat (Hrsg., 2014); Strafrechtlicher Schutz der informationellen Selbstbestimmung (Habilitationsschrift im Erscheinen).

Akademischer Werdegang    Schriftenverzeichnis     Forschungsschwerpunkte und Forschungsprojekte

Sekretariat


Christina Birnbaum

RuW 4.128

E-Mail: Sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de

Tel: 069/798-34341


Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und wissenschaftliche Hilfskräfte


Dr. Sascha Holznagel, wissenschaftlicher Mitarbeiter

RuW 4.145

E-Mail: Sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de

Tel: 069/798-34341


Luise Kixmöller, wissenschaftliche Mitarbeiterin

RuW 4.145

E-Mail: kixmoeller@jur.uni-frankfurt.de

Tel: 069/798-34341


Jonas Pauli, wissenschaftlicher Mitarbeiter

RuW 4.128a

E-Mail: pauli@jur.uni-frankfurt.de 

Tel: 069/798-34356


Linda Weise, wissenschaftliche Mitarbeiterin

RuW 4. 145

E-Mail: weise@jur.uni-frankfurt.de

Tel: 069/798-34354



Studentische Hilfskräfte


Charlotte Freyer

RuW 4.145

E-Mail: freyer@jur.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798-34387


Jill Manhart

RuW 4.142

E-Mail: manhart@jur.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798-34387


Ben Praxl

RuW 4.142

E-Mail: Praxl@jur.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798-34387


Ehemalige Mitarbeiter*innen


Luisa Sif Elnasr, wissenschaftliche Hilfskraft

Adrian Schneider, studentische Hilfskraft

Ronja Thümmler, studentische Hilfskraft

Jens Adam, wissenschaftliche Hilfskraft

​Prof. Dr. Benno Zabel

Im Wintersemester 2021/2022 vertritt Herr Prof. Dr. Benno Zabel die Professur von Frau Prof. Dr. Beatrice Brunhöber. Informationen zu seiner Person finden Sie in den hier verlinkten Dokumenten. Die angebotenen Veranstaltungen können Sie im Reiter "Lehre" einsehen. 

Akademischer Werdegang     Schriftenverzeichnis     Forschungsinteressen und Dissertationsprojekte
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Lehrveranstaltungen


Wintersemester 2021/ 2022

Hinweis vorab:

Die Lehre von Herrn Prof. Dr. Zabel wird im Wintersemester 2021/ 2021 in Abhängigkeit von den Corona-Regelungen der Universität in Präsenz oder virtuell erfolgen. Alle Informationen hierzu werden rechtzeitig auf der Website und OLAT veröffentlicht. Die Lehrmaterialien sind auf OLAT zu finden. Dort können Sie sich mit Ihrem HRZ-Account einloggen, die Passwörter werden jeweils in der ersten Veranstaltung bekanntgegeben. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat.



VORLESUNG STRAFRECHT III MIT PROPÄDEUTIKUM SOWIE TUTORIEN


Vorlesung und Propädeutikum Strafrecht III


Terminedienstags 12-14 Uhr (online), mittwochs 8-11 Uhr (online), 19.10.-16.02. Die Veranstaltung Strafrecht III findet an diesen zwei Terminen statt, das Propädeutik wird in die Vorlesung integriert.

Inhalt: Die Veranstaltung Strafrecht III wird sich den zentralen Delikten des Besonderen Teils widmen. Neben einer kurzen Wiederholung der Tötungs- und Körperverletzungsdelikte, werden etwa die Materien der Eigentums- und Vermögensdelikte, der Ehrdelikte, der Delikte gegen die Freiheit, der Urkundendelikte, aber auch der Verkehrs- und Brandstiftungsdelikte behandelt. Die Vorlesung soll die Studierenden mit den Normen, den dogmatischen Besonderheiten und der deliktsspezifischen Falllösung vertraut machen. Die Veranstaltung wird mit einer Klausur abgeschlossen.

Die Vorlesung und das Propädeutikum Strafrecht III finden dienstags und mittwochs in einer einheitlichen Veranstaltung statt. Die Folien werden über OLAT veröffentlicht. Zusätzlich werden Tutorien (Fallübung in Kleingruppen) angeboten, in denen die Fall-Lösungstechnik eingeübt werden kann. Die Übungskurse sind inhaltlich auf die Vorlesung abgestimmt.


Leistungsnachweis: Abschlussklausur und Hausarbeit. Die Klausur im Strafrecht III findet am Mittwoch, den 23.02.2022 von 15-18 Uhr, voraussichtlich in HZ1 und HZ2 statt.

Eine Veranstaltungsübersicht finden Sie hier.


Tutorien zur Vorlesung Strafrecht III


Termine: siehe Vorlesungsverzeichnis


Inhalt: Die Tutorien dienen dazu, die strafrechtliche Fall-Lösung in Kleingruppen einzuüben. Die Tutorialfälle sind inhaltlich auf die Vorlesung Strafrecht III abgestimmt. Die Veranstaltung vertieft die Klausurtechnik anhand von kleineren Strafrechtsfällen. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, noch einmal die Grundlagen der Fall-Lösung (Gutachtentechnik, Subsumtion etc.) zu vertiefen. Der Kleingruppe soll es ermöglicht werden, konkrete Einzelfragen zu stellen sowie die juristische Argumentation durch aktive Beteiligung zu erlernen. Die Sachverhalte und Lösungen werden über OLAT zur Verfügung gestellt.





KOLLOQIUM: THEORIE UND KRITIK DES STRAFENS


Termin: mittwochs 14-16 Uhr (Seminarpavillon Westend, SP 1.04), 20.10. - 02.02.

Schwerpunktbereichszuordnung: Schwerpunkt „Kriminalwissenschaften“ und Schwerpunkt "Grundlagen des Rechts"


Inhalt: Das Kolloquium beschäftigt sich mit der aktuellen Debatte um Krise und Kritik des hoheitlichen Strafens. Im Mittelpunkt steht hierbei die Frage, was diese Krise des Strafens – und damit auch des Strafrechts als staatliche Institution – hervorgerufen hat, welche Legitimationsannahmen den Strafpraktiken zugrunde liegen und wo die Grenzen des Strafens sichtbar werden. Die Kritik verweist aber auch darauf, so etwa unter den Stichworten Abolitionismus oder transformative Gerechtigkeit, dass die Praktiken des Schuldsprechens, des Strafens/ der Vollstreckung bereits strukturell problematisch sind, insofern sie als Antwort auf Rechtsverletzun-gen und Demütigungen der Opfer ihrerseits verletzen oder auch Gewalt ausüben müssen. Das Kolloquium wird diese Kritik selbst einer Kritik unterziehen und zugleich Möglichkeiten eines anderen inklusiven Rechts diskutieren. Der Veranstaltungsplan und die einschlägige Literatur werden zu Beginn der Veranstaltung über OLAT bekanntgegeben. Das Kolloquium wird als Vorlesung abgehalten, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Leistungsnachweis: Abschlussklausur. Die Klausur findet am Donnerstag, den 24.02.2022 von 14-16 Uhr, voraussichtlich in Raum RuW 4.101 statt.

Eine Übersicht zum Ablauf des Kolloquiums finden Sie hier.




SEMINAR: RECHT, KRITIK, UTOPIE


Termin: Die Seminarvorbesprechung am 27.10. von 16-17 Uhr findet im Raum RuW 2.101 statt. Für das Seminar können sechs Themen vergeben werden. Der Raum ist für max. 30 Personen ausgelegt. Die Seminarvorbesprechung muss sich daher auf diese Personenanzahl beschränken.


Schwerpunktbereichszuordnung: Schwerpunkt „Grundlagen des Rechts“ und Schwerpunkt „Kriminalwissenschaften“


Inhalt: Rechtskritik war zu jeder Zeit Ausdruck von kontroversen Gerechtigkeitsvorstellungen und insofern immer auch radikale Herrschaftskritik. Ihr Ziel ist es, die Selbstgewissheit von Traditionen, von hegemonialen Theorien und Praktiken in Frage zu stellen. Das betrifft den wissenschaftlichen Diskurs, die Begriffe, die Sprache und die Prinzipien. Es betrifft die Rechtspolitik und Gesetzgebung und die Rechtsanwendung mit den diversen Formen des Urteilens und Entscheidens. Und es betrifft die gesellschaftlichen Lebensformen mit ihren Gleichheits- und Freiheitskonflikten. Rechtskritik ist Fundamentalkritik. Nicht selten ist diese Fundamentalkritik mit Gegenentwürfen verknüpft worden, die als Reformvorhaben oder als Utopien Alternativen zu etablierten Ordnungs- und Gesellschaftsmodellen artikulieren wollen. Das Seminar möchte verschiedene auch historische Ansätze der Rechtskritik diskutieren und gleichzeitig die Plausibilität der reformerischen oder utopischen Alternativen genauer beleuchten.

Das Seminar wird als Blockveranstaltung an folgenden Terminen und in folgenden Räumen stattfinden:

Di. 08:00 bis 18:00 Einzel am 08.02.2022 RuW - RuW 2.102

Mi. 08:00 bis 18:00 Einzel am 09.02.2022 RuW - RuW 2.102

Leistungsnachweis: Seminararbeit


Eine Übersicht zum Seminar finden Sie hier.



​Sommersemester 2021


VORLESUNG STRAFRECHT III MIT PROPÄDEUTIKUM SOWIE TUTORIEN


Vorlesung Strafrecht III


Inhalt: Die Veranstaltung knüpft inhaltlich an die Vorlesung Strafrecht II an und behandelt die Delikte des Besonderen Teils. Zunächst wird die Erörterung von Hauptproblemen aus dem Bereich der Nichtvermögensdelikte fortgesetzt und komplettiert (Delikte gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit und gegen die persönliche Freiheit). Sodann erfolgt eine umfassende Erörterung der Vermögensdelikte des Besonderen Teils (Diebstahl, Raub, Betrug, Untreue etc.). Anschließend werden Delikte gegen die Allgemeinheit besprochen (insbes. Urkunden-, Straßenverkehrs-, Brandstiftungs- und Rechtspflegedelikte). Die Vorlesung wird durch ein Propädeutikum Strafrecht III und durch Tutorien (Fallübung in Kleingruppen) begleitet, in denen die Fall-Lösungstechnik eingeübt werden kann. Die Übungskurse sind inhaltlich auf die Vorlesung abgestimmt. Es wird eine Probeklausur angeboten, die von den Tutorial-Leitenden korrigiert und besprochen wird. Literaturhinweise und ausführliche Lehrmaterialien finden Sie auf OLAT.


Leistungsnachweis: Abschlussklausur und Hausarbeit


Propädeutikum zur Vorlesung Strafrecht III


Inhalt: Das Propädeutikum ist ein Fall-Übungskurs für Fortgeschrittene, der die Vorlesung Strafrecht III ergänzt. Die Fälle sind inhaltlich auf die Vorlesung Strafrecht III abgestimmt. Die Veranstaltung vertieft die Klausurtechnik anhand von größeren Strafrechtsfällen. Die Teilnehmenden der Lehrveranstaltung werden durch die gemeinsame Erörterung von Übungsfällen auf die Klausur und Hausarbeit der Vorlesung Strafrecht III und auf die Examensklausuren vorbereitet. Die Übungsfälle können auch dazu genutzt werden, den Pflichtfachstoff im Strafrecht zu wiederholen und klausurtaktisch einzuordnen. Die Sachverhalte und Lösungen werden über OLAT zur Verfügung gestellt.


Tutorien zur Vorlesung Strafrecht III


Inhalt: Die Tutorien dienen dazu, die strafrechtliche Fall-Lösung in Kleingruppen einzuüben. Die Tutorialfälle sind inhaltlich auf die Vorlesung Strafrecht III abgestimmt. Die Veranstaltung vertieft die Klausurtechnik anhand von kleineren Strafrechtsfällen. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, noch einmal die Grundlagen der Fall-Lösung (Gutachtentechnik, Subsumtion etc.) zu vertiefen. Der Kleingruppe soll es ermöglicht werden, konkrete Einzelfragen zu stellen sowie die juristische Argumentation durch aktive Beteiligung zu erlernen. In der Vorlesung wird eine Probeklausur angeboten, die von den Tutorial-Leitenden korrigiert und besprochen wird. So besteht die Möglichkeit, auf die jeweiligen Fehler und Schwierigkeiten bei der Fallbearbeitung in der Kleingruppe individuell einzugehen. Die Sachverhalte und Lösungen werden über OLAT zur Verfügung gestellt.

 




KOLLOQIUM: RECHTSPHILOSOPHISCHE GRUNDLAGEN DES STRAFRECHTS


Schwerpunktbereichszuordnung: Schwerpunkt „Grundlagen des Rechts“ und Schwerpunkt „Kriminalwissenschaften“


Inhalt: Das Kolloquium behandelt Themen wie die Begründung von strafrechtlichen Verboten und den Sinn von Strafe. Die Veranstaltung konzentriert sich auf die Antworten, die die Rechtsphilosophie seit der Aufklärung zu geben sucht und die bis heute prägend sind. Im Mittelpunkt stehen dabei auch aktuell diskutierte Probleme, wie die Debatte über das Cannabisverbot. Das Kolloquium arbeitet mit Originaltexten und Urteilen, die zur Vorbereitung gelesen werden müssen. Die Teilnehmenden sollen in der jeweiligen Veranstaltung über einen der besprochenen Texte ein 15-minütiges Impulsreferat halten, das als Grundlage für die Diskussion dient. Die Themen für die Referate werden in der ersten Veranstaltungsstunde vergeben. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Referat ist im Anschluss bis zum 30.9.2021 schriftlich auszuarbeiten (Kurzhausarbeit). Die zu lesenden Originaltexte und Urteile sowie weitere Lehrmaterialien werden über OLAT zur Verfügung gestellt.


Leistungsnachweis: Impulsreferat mit schriftlicher Ausarbeitung





SEMINAR: LEGITIMES STRAFRECHT


Schwerpunktbereichszuordnung: Schwerpunkt „Grundlagen des Rechts“ und Schwerpunkt „Kriminalwissenschaften“


Inhalt: Das Seminar geht der Frage nach, ob es Kriterien gibt, mit denen beurteilt werden kann, ob eine Strafvorschrift legitim ist. Ist es beispielsweise legitim, Cannabiskonsum oder Geschwisterinzest zu kriminalisieren? Diese von der Strafrechtswissenschaft seit Jahrhunderten diskutierte Frage, ist heute aktueller denn je, wenn – wie zu beobachten ist – neben dem „Kernstrafrecht“ immer mehr Bereiche strafrechtlich reguliert werden (Umwelt- und Datenschutz, Wirtschaft, Medizin) und gleichzeitig ein Konsens über strafschutzwürdige Rechtsgüter in einer pluralistischen Gesellschaft schwer zu erzielen ist. Im Mittelpunkt des Seminars stehen rechtsphilosophische Kriminalisierungstheorien und verfassungsrechtliche Vorgaben ebenso wie kriminalpolitische Überlegungen.


Leistungsnachweis: Seminararbeit

 




SEMINAR: GEBURT - KRANKHEIT - TOD. Aktuelle medizinstrafrechtliche und medizinethische Probleme


Schwerpunktbereichszuordnung: Schwerpunkt „Kriminalwissenschaften“ und „Grundlagen des Rechts"


Inhalt: Das Medizinstrafrecht befindet sich aktuell in einem Wandel. Das klassische Arztstrafrecht hat sich beispielsweise dadurch verändert, dass die Patientenautonomie immer wichtiger geworden ist. Ärzte und Ärztinnen sind zudem neuen Strafbarkeitsrisiken ausgesetzt, weil viele neuere medizinische Behandlungsmöglichkeiten stark reguliert sind (etwa die Reproduktionsmedizin) und weil sich durch die Verbesserung der Medizin (straf-)rechtlich ungeklärte Fragen auftun (etwa im Bereich der Lebenserhaltung). Zudem wächst die Bedeutung von wirtschaftsstrafrechtlichen Regelungen auch im Medizinstrafrecht. Das Seminar möchte grundsätzlichen und aktuellen Fragen des Medizinstrafrechts im Wandel nachgehen.


Leistungsnachweis: Seminararbeit

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber hat die Venia Legendi für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie, Rechtsvergleichung und Medizinstrafrecht. Sie ist Principal Investigator am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität und Mitglied des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie am Fachbereich Rechtswissenschaft.

Aktuell sind vier Themenbereiche Forschungsschwerpunkte der Professur:

Digitalisierung und Strafrecht

Die zunehmende Technisierung und Digitalisierung unserer Lebenswelt führt dazu, dass einerseits immer mehr personenbezogene Informationen anfallen und dass es andererseits immer leichter ist, Informationen zu sammeln, zu archivieren und auszuwerten. Zum Schutz des Einzelnen greift der Staat hier u.a. mit dem Datenschutzrecht regulierend ein, dessen Verletzung teilweise strafrechtlich sanktioniert ist. Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Digitalisierung und Strafrecht werden die strafrechtlichen Vorschriften des Datenschutzrechts in den Mittelpunkt gerückt, deren Erforschung bisher stark vom öffentlichen Recht und vom Privatrecht dominiert ist. Die aufgeworfenen Fragen werden nicht nur rechtsdogmatisch beantwortet, sondern auch interdisziplinär erforscht, sodass konkrete technische Entwicklungen, philosophische Erkenntnisse ebenso wie soziologische und historische Ansätze einbezogen werden können.

Präventionsstrafrecht und Risikogesellschaft

Strafrecht reagiert klassischerweise auf begangenes Unrecht, während die Gefahrenabwehr dem Polizeirecht vorbehalten ist. Neuerdings lässt sich jedoch im materiellen Recht eine Vorverlagerung der Strafbarkeit und im Strafprozessrecht eine Tendenz zu Präventivmaßnahmen beobachten. Diese Tendenz kann man in eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung einordnen, die Prävention immer mehr in den Mittelpunkt stellt. In dem Themenfeld Präventionsstrafrecht und Risikogesellschaft soll diese Entwicklung – auch rechtsphilosophisch, historisch und soziologisch informiert – über innerdisziplinäre Grenzen hinweg analysiert und kritisch begleitet werden.

Medizinstrafrecht und Bioethik

Beim Medizinstrafrecht handelt es sich in großen Teilen um eine relative junge, aber bereits etablierte Materie. Die Materie ist rasant angewachsen, einerseits weil medizinische Innovationen neue rechtliche Probleme aufwerfen und andererseits weil die stärkere Betonung der Patientenautonomie gewandelte rechtliche Wertungen und Vorgaben nach sich zieht. Oft reagiert der Gesetzgeber auf neue medizinische Entwicklungen mit strafrechtlichen Verboten (z.B. in der Reproduktionsmedizin). Dies wirft die Frage auf, welchen Schranken diese Kriminalisierungen unterliegen und wie normative ethische Vorgaben zu entwickeln sind. Die Antworten sollen unter Berücksichtigung medizinischer Entwicklungen ebenso wie philosophischer und soziologischer Erkenntnisse interdisziplinär gesucht werden.

Strafrechtsvergleichung und Globalisierung

Strafrecht ist traditionell eine stark national geprägte Rechtsmaterie. Die zunehmende Globalisierung führt aber dazu, dass einerseits auf kriminelle Handlungen auch grenzüberschreitend reagiert werden muss und dass andererseits auch das Strafrecht immer mehr internationalen und europäischen Vorgaben unterworfen ist. In dem Themenfeld Strafrechtsvergleichung und Globalisierung soll diese Entwicklung rechtswissenschaftlich begleitet werden. Dabei steht weniger ein „Nebeneinanderstellen“ verschiedener nationalrechtlicher Lösungsmodelle im Fokus, als vielmehr die Herausarbeitung rechtlicher Strukturvorgaben und Prinzipien, die sich in den meisten Rechtsordnungen auffinden lassen.

 

Hier finden Sie das Schriftenverzeichnis von Prof. Dr. Beatrice Brunhöber.

Forschungsverbund "Normative Ordnungen"

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber ist Principal Investigator am Forschungsverbund "Normative Ordnungen".

 

Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Teilhabe: über solche Rechte und Prinzipien in der Gesellschaft denken die Wissenschaftler*innen in dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" nach. Wie etablieren und verändern sich politische, rechtliche, religiöse oder ökonomische Ordnungen, wie kristallisieren sich daraus Herrschaftsstrukturen, wie verteilen sich Macht und Lebenschancen – auch auf transnationaler Ebene? Das Thema hat gesellschaftliche Brisanz: die Welt, deren Ordnungen mit Macht verteidigt werden und trotzdem immer wieder aus den Fugen geraten. Es geht um die gegenwärtigen sozialen Auseinandersetzungen, insbesondere um eine gerechte Ordnung der Gesellschaft in Zeiten der Globalisierung, und deren lange Vorgeschichten. Untersucht werden die normativen Vorstellungen, die bei derartigen Prozessen und Konflikten eine Rolle spielen. Und wie sie kritisiert oder gerechtfertigt werden können. Es sind vor allem die Grundlagen der Politik und des Rechts, geistes- und sozialwissenschaftlich beleuchtet.

Die Fragen sind komplex. Deshalb arbeitet der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt interdisziplinär: von der Philosophie, den Geschichtswissenschaften, der Politikwissenschaft und der Rechtswissenschaft über die Ethnologie und die Ökonomie bis zur Soziologie und Theologie.

Normative Ordnungen werden dabei als „Rechtfertigungsordnungen“ verstanden, die historisch gegründet sind und auf „Rechtfertigungsnarrativen“ beruhen. Sie zeichnen bestimmte Legitimationen aus, wobei Normen und Werte verschiedenster Art (Moral, Recht, Religion, um nur einige zu nennen) ineinander greifen bzw. Spannungen erzeugen. Solche Ordnungen legitimieren sich aus bestimmten Normen und bringen ihrerseits Normen hervor, doch stets in einem dynamischen Sinne.

Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" ist ein Forschungsnetzwerk, an dem sich folgende Partnerinstitutionen beteiligen: Frobenius-Institut (Frankfurt am Main), Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (Frankfurt am Main), Institut für Sozialforschung (Frankfurt am Main), Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg), Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte (Frankfurt am Main), Point Sud, Centre for Research on Local Knowledge (Bamako, Mali) und Technische Universität Darmstadt.

Der Forschungsverbund wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert.

Link zur Website des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main!

Das Frankfurter Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie ist das ständige Debattenforum der in Frankfurt am Main lehrenden Professoren, Wissenschaftlichen Mitarbeiter und Lehrbeauftragten.

Link zur Website des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie

Gerne betreue ich Dissertationen in den von mir vertretenen Bereichen der gesamten Strafrechtswissenschaften. Das gewählte Thema muss einen originellen und grundlagenorientierten Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion versprechen.

Die Annahme ist grundsätzlich von überdurchschnittlichen Ergebnissen im Ersten Juristischen Staatsexamen oder einem gleichwertigen ausländischen Abschluss abhängig. Bitte informieren Sie sich über die Zulassungsvoraussetzungen zur Promotion am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität (Promotionsordnung).

Wenn Sie bei mir promovieren möchten, bewerben Sie sich bitte schriftlich mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Übersicht über die Studienleistungen, Examenszeugnis, Abiturzeugnis etc.) sowie einem Schreiben, das Ihr Interessengebiet und Ihre Motive für die Bewerbung erkennen lässt. Übersenden Sie die Unterlagen bitte in einer pdf-Datei an mein Sekretariat (sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de).

Ich freue mich auf Ihre Bewerbung!

Kontakt

Postanschrift:

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Rechtswissenschaft
Theodor-W.-Adorno-Platz 4
60323 Frankfurt am Main 

Sitz:

Campus Westend
RuW-Gebäude
Raum: RuW 4.127
Theodor-W.-Adorno-Platz 4
60323 Frankfurt am Main

Sekretariat:

Sprechzeiten: Montag und Dienstag 9:30-11 Uhr

Bitte richten Sie Ihre Anliegen an die E-Mail-Adresse des Sekretariats.

RuW 4.128
Tel. 069/798-34341
E-Mail: sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de 


Sprechstunde
Nach Vereinbarung  - bitte vereinbaren Sie einen Termin unter 
sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de