Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung

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Herzlich Willkommen

Willkommen auf den Seiten der Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung von Frau Prof. Dr. Beatrice Brunhöber.

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Seminare im Sommersemester 2021


Im Sommersemester 2021 bietet Frau Professorin Brunhöber ein Seminar "Geburt - Krankheit - Tod. Aktuelle medizinstrafrechtliche und medizinethische Probleme" und ein Seminar "Legitimes Strafrecht" an. Nähere Informationen zur Vorbesprechung und Anmeldung finden Sie unter dem Reiter "Lehre".



Hinweise zur Einsichtnahme der Prüfungsleistungen aus dem Sommersemester 2020


Hausarbeit zur Vorlesung Strafrecht I (SoSe 2020)

Die Hausarbeit wird am 9. Februar 2021 um 14:00 Uhr online auf Zoom besprochen. Die Einwahldaten sind über OLAT verschickt worden. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat (sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de)


Die Ergebnisse der Hausarbeiten wurden an das Prüfungsamt weitergegeben und sind im QIS-System verfügbar.

Die Möglichkeit der Einsichtnahme in die Hausarbeit besteht wie folgt:
  • Bei  allen Hausarbeiten, die im Nebenfach geschrieben wurden, erfolgt die Einsichtnahme über das Prüfungsamt. Die entsprechenden Modalitäten sind hier abrufbar.
  • Für alle anderen Hausarbeiten bitten wir Sie, bei Interesse an einer Einsichtnahme, ab dem 25. Januar 2021 einen mit Ihrer Postanschrift adressierten und ausreichend großen Briefumschlag  (DIN B4 - nicht frankiert) an den Lehrstuhl zu schicken (Adresse: Prof. Dr. Beatrice Brunhöber, z. Hd. Frau Birnbaum, Fachbereich Rechtswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main, 60629 Frankfurt am Main). Die Anfrage muss zur Sicherstellung der Authentizität eine Kopie Ihrer Goethe-Card enthalten. Anträge, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, können nicht bearbeitet werden.
  • Remonstrationen sind bis zum 25. Februar 2021 beim Lehrstuhl einzureichen. 

Klausur zur Vorlesung Strafrecht I (SoSe 2020)

Zur Einsicht der bestandenen Klausuren aus dem Sommersemster 2020, die NICHT im Nebenfach geschrieben wurden, bitten wir Sie, bei Interesse einen mit Ihrer Postanschrift adressierten und ausreichend großen Briefumschlag  (DIN B4 - nicht frankiert) an den Lehrstuhl zu schicken (Adresse: Prof. Dr. Beatrice Brunhöber, z. Hd. Frau Birnbaum, Fachbereich Rechtswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main, 60629 Frankfurt am Main). Die Anfrage muss zur Sicherstellung der Authentizität eine Kopie Ihrer Goethe-Card enthalten. Anträge, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, können nicht bearbeitet werden.


Bei allen nicht bestandenen Klausuren sowie bei Klausuren, die im Nebenfach geschrieben wurden, erfolgt die Einsichtnahme über das Prüfungsamt.

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Prof. Dr. Beatrice Brunhöber

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber ist seit dem 1. Februar 2019 Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie 2009 promoviert wurde und sich 2016 habilitierte. Sie war Visiting Scholar an der George-Washington University Law School (Washington D.C.) und Junior Fellow an der DFG-Kollegforschergruppe „Normenbegründung in der Medizinethik und Biopolitik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bevor sie Anfang 2017 an der Leibniz Universität Hannover zur Universitätsprofessorin ernannt wurde. 2018 nahm sie einen Ruf an die Universität Bielefeld an, wo sie den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung unter besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Rechtsforschung innehatte. Seit November 2018 ist sie Principal Investigator zunächst am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und seit dessen Auslaufen an dem anschließenden Forschungsverbund an der Goethe-Universität. Seit April 2020 hat sie ein Goethe-Fellowship am Humanwissenschaftlichen Kolleg der Goethe-Universität inne. Sie ist zudem Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität.

Im Strafrecht befasst sie sich mit Grundfragen des materiellen Strafrechts sowie mit Medizin-, Datenschutz-, Computer- und Internetstrafrecht. Daneben hat sie einen Schwerpunkt in der Rechtsphilosophie, wo sie sich vor allem mit Kriminalisierungstheorien, Staats- und Verfassungstheorie sowie mit medizin- und bioethischen Fragen beschäftigt. Weiterhin interessiert sie sich für die Rechtsvergleichung mit dem kontinentaleuropäischen und angelsächsischen Raum. Bücher (Auswahl): Die Erfindung „demokratischer Repräsentation“ in den Federalist Papers (2009) (Auswahl zum juristischen Buch des Jahres 2010); Strafrecht und Verfassung (Mithrsg., 2013); Strafrecht im Präventionsstaat (Hrsg., 2014); Strafrechtlicher Schutz der informationellen Selbstbestimmung (Habilitationsschrift im Erscheinen).

Akademischer Werdegang    Schriftenverzeichnis     Forschungsschwerpunkte und Forschungsprojekte

Sekretariat

Christina Birnbaum

RuW 4.128

E-Mail: Sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de

Tel: 069/798-34341


Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und wissenschaftliche Hilfskräfte

Dr. Sascha Holznagel, wissenschaftlicher Mitarbeiter

RuW 4.145

E-Mail: Sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de

Tel: 069/798-34341


Luise Kixmöller, wissenschaftliche Mitarbeiterin

RuW 4.145

E-Mail: kixmoeller@jur.uni-frankfurt.de

Tel: 069/798-34341


Jonas Pauli, wissenschaftlicher Mitarbeiter

RuW 4.128a

E-Mail: pauli@jur.uni-frankfurt.de 

Tel: 069/798-34356


Studentische Hilfskräfte

Jens Adam

RuW 4.142

E-Mail: adam@jur.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798-34387


Charlotte Freyer

RuW 4.145

E-Mail: freyer@jur.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798-34387


Jill Manhart

RuW 4.142

E-Mail: manhart@jur.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798-34387


Ben Praxl

RuW 4.142

E-Mail: Praxl@jur.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798-34387


Ronja Thümmler

RuW 4.142

E-Mail: thuemmler@jur.uni-frankfurt.de 

Tel.: 069/798-34387


Adrian Schneider

RuW 4.142

E-Mail: a.schneider@jur.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798-34387

Ehemalige Mitarbeiter*innen

Luisa Sif Elnasr

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Lehrveranstaltungen


Sommersemester 2021

Hinweis zur Corona-Pandemie:
Die Lehre von Frau Professorin Brunhöber wird im Sommersemester 2021 virtuell erfolgen. Alle Informationen zur virtuellen Lehre, insbesondere zur Einwahl über Zoom und zu den Lehrmaterialien, sind auf OLAT zu finden. Dort können Sie sich mit Ihrem HRZ-Account einloggen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Christina Birnbaum unter sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de.


VORLESUNG STRAFRECHT III MIT PROPÄDEUTIKUM SOWIE TUTORIEN


Vorlesung Strafrecht III


Termin: dienstags 13-16 Uhr, online via Zoom (Einwahldaten über OLAT)

Inhalt: Die Veranstaltung knüpft inhaltlich an die Vorlesung Strafrecht II an und behandelt die Delikte des Besonderen Teils. Zunächst wird die Erörterung von Hauptproblemen aus dem Bereich der Nichtvermögensdelikte fortgesetzt und komplettiert (Delikte gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit und gegen die persönliche Freiheit). Sodann erfolgt eine umfassende Erörterung der Vermögensdelikte des Besonderen Teils (Diebstahl, Raub, Betrug, Untreue etc.). Anschließend werden Delikte gegen die Allgemeinheit besprochen (insbes. Urkunden-, Straßenverkehrs-, Brandstiftungs- und Rechtspflegedelikte). Die Vorlesung wird durch ein Propädeutikum Strafrecht III und durch Tutorien (Fallübung in Kleingruppen) begleitet, in denen die Fall-Lösungstechnik eingeübt werden kann. Die Übungskurse sind inhaltlich auf die Vorlesung abgestimmt. Es wird eine Probeklausur angeboten, die von den Tutorial-Leitenden korrigiert und besprochen wird. Literaturhinweise und ausführliche Lehrmaterialien finden Sie auf OLAT.


Leistungsnachweis: Abschlussklausur und Hausarbeit


Propädeutikum zur Vorlesung Strafrecht III


Termine: mittwochs 14-16 Uhr, online via Zoom (Einwahldaten über OLAT)


Inhalt: Das Propädeutikum ist ein Fall-Übungskurs für Fortgeschrittene, der die Vorlesung Strafrecht III ergänzt. Die Fälle sind inhaltlich auf die Vorlesung Strafrecht III abgestimmt. Die Veranstaltung vertieft die Klausurtechnik anhand von größeren Strafrechtsfällen. Die Teilnehmenden der Lehrveranstaltung werden durch die gemeinsame Erörterung von Übungsfällen auf die Klausur und Hausarbeit der Vorlesung Strafrecht III und auf die Examensklausuren vorbereitet. Die Übungsfälle können auch dazu genutzt werden, den Pflichtfachstoff im Strafrecht zu wiederholen und klausurtaktisch einzuordnen. Die Sachverhalte und Lösungen werden über OLAT zur Verfügung gestellt.


Tutorien zur Vorlesung Strafrecht III


Termine: montags 14-16 Uhr; dienstags 16-18 Uhr; mittwochs 12-14 Uhr, online via Zoom (Einwahldaten über OLAT)


Inhalt: Die Tutorien dienen dazu, die strafrechtliche Fall-Lösung in Kleingruppen einzuüben. Die Tutorialfälle sind inhaltlich auf die Vorlesung Strafrecht III abgestimmt. Die Veranstaltung vertieft die Klausurtechnik anhand von kleineren Strafrechtsfällen. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, noch einmal die Grundlagen der Fall-Lösung (Gutachtentechnik, Subsumtion etc.) zu vertiefen. Der Kleingruppe soll es ermöglicht werden, konkrete Einzelfragen zu stellen sowie die juristische Argumentation durch aktive Beteiligung zu erlernen. In der Vorlesung wird eine Probeklausur angeboten, die von den Tutorial-Leitenden korrigiert und besprochen wird. So besteht die Möglichkeit, auf die jeweiligen Fehler und Schwierigkeiten bei der Fallbearbeitung in der Kleingruppe individuell einzugehen. Die Sachverhalte und Lösungen werden über OLAT zur Verfügung gestellt.



KOLLOQIUM: RECHTSPHILOSOPHISCHE GRUNDLAGEN DES STRAFRECHTS


Termin: dienstags 10-12 Uhr, online via Zoom (Einwahldaten über OLAT)


Schwerpunktbereichszuordnung: Schwerpunkt „Grundlagen des Rechts“ und Schwerpunkt „Kriminalwissenschaften“


Inhalt: Das Kolloquium behandelt Themen wie die Begründung von strafrechtlichen Verboten und den Sinn von Strafe. Die Veranstaltung konzentriert sich auf die Antworten, die die Rechtsphilosophie seit der Aufklärung zu geben sucht und die bis heute prägend sind. Im Mittelpunkt stehen dabei auch aktuell diskutierte Probleme, wie die Debatte über das Cannabisverbot. Das Kolloquium arbeitet mit Originaltexten und Urteilen, die zur Vorbereitung gelesen werden müssen. Die Teilnehmenden sollen in der jeweiligen Veranstaltung über einen der besprochenen Texte ein 15-minütiges Impulsreferat halten, das als Grundlage für die Diskussion dient. Die Themen für die Referate werden in der ersten Veranstaltungsstunde vergeben. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Referat ist im Anschluss bis zum 30.9.2021 schriftlich auszuarbeiten (Kurzhausarbeit). Die zu lesenden Originaltexte und Urteile sowie weitere Lehrmaterialien werden über OLAT zur Verfügung gestellt.


Leistungsnachweis: Impulsreferat mit schriftlicher Ausarbeitung



SEMINAR: LEGITIMES STRAFRECHT


Termine: 13./14.7.2021 jeweils 8-20 Uhr, online via Zoom (Einwahldaten über OLAT)


Schwerpunktbereichszuordnung: Schwerpunkt „Grundlagen des Rechts“ und Schwerpunkt „Kriminalwissenschaften“


Inhalt: Das Seminar geht der Frage nach, ob es Kriterien gibt, mit denen beurteilt werden kann, ob eine Strafvorschrift legitim ist. Ist es beispielsweise legitim, Cannabiskonsum oder Geschwisterinzest zu kriminalisieren? Diese von der Strafrechtswissenschaft seit Jahrhunderten diskutierte Frage, ist heute aktueller denn je, wenn – wie zu beobachten ist – neben dem „Kernstrafrecht“ immer mehr Bereiche strafrechtlich reguliert werden (Umwelt- und Datenschutz, Wirtschaft, Medizin) und gleichzeitig ein Konsens über strafschutzwürdige Rechtsgüter in einer pluralistischen Gesellschaft schwer zu erzielen ist. Im Mittelpunkt des Seminars stehen rechtsphilosophische Kriminalisierungstheorien und verfassungsrechtliche Vorgaben ebenso wie kriminalpolitische Überlegungen.


Anmeldung und Vorbesprechung: Die Vorbesprechung findet online per Zoom am 1.4.2021 um 10:00 Uhr statt. In der Vorbesprechung werden die Themen der Seminararbeiten erläutert und vergeben. Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail an sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de zur Vorbesprechung unter Angabe Ihres Vor- und Nachnamens, Ihrer Matrikelnummer, und der Schwerpunktzuordnung (falls bereits erfolgt) an. Nach Anmeldung werden Ihnen die Zoom-Einwahldaten mitgeteilt. Das Seminar wird voraussichtlich online per Zoom stattfinden.


Voraussetzung: Eine Teilnahme an dem im Sommersemerster 2021 ebenfalls angebotenen Kolloquium „Rechtsphilosophische Grundlagen des Strafrechts“ bietet sich an, ist aber nicht notwendig. Es sollten jedoch Grundkenntnisse der rechtsphilosophischen Grundlagen des Strafrechts, insbesondere der Kriminalisierungstheorien, vorhanden sein. Es werden nur Studierende zugelassen, die die Zwischenprüfung absolviert haben. 


Leistungsnachweis: Seminararbeit



SEMINAR: GEBURT - KRANKHEIT - TOD. Aktuelle medizinstrafrechtliche und medizinethische Probleme


Termine: 15./16.7.2021 jeweils 8-20 Uhr, online via Zoom (Einwahldaten über OLAT)


Schwerpunktbereichszuordnung: Schwerpunkt „Kriminalwissenschaften“ und „Grundlagen des Rechts"


Inhalt: Das Medizinstrafrecht befindet sich aktuell in einem Wandel. Das klassische Arztstrafrecht hat sich beispielsweise dadurch verändert, dass die Patientenautonomie immer wichtiger geworden ist. Ärzte und Ärztinnen sind zudem neuen Strafbarkeitsrisiken ausgesetzt, weil viele neuere medizinische Behandlungsmöglichkeiten stark reguliert sind (etwa die Reproduktionsmedizin) und weil sich durch die Verbesserung der Medizin (straf-)rechtlich ungeklärte Fragen auftun (etwa im Bereich der Lebenserhaltung). Zudem wächst die Bedeutung von wirtschaftsstrafrechtlichen Regelungen auch im Medizinstrafrecht. Das Seminar möchte grundsätzlichen und aktuellen Fragen des Medizinstrafrechts im Wandel nachgehen.


Vorbesprechung und Anmeldung: Die Vorbesprechung findet online per Zoom am 1.4.2021 um 11:00 Uhr statt. In der Vorbesprechung werden die Themen der Seminararbeiten erläutert und vergeben. Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail an sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de zur Vorbesprechung unter Angabe Ihres Vor- und Nachnamens, Ihrer Matrikelnummer, und der Schwerpunktzuordnung (falls bereits erfolgt) an. Nach Anmeldung werden Ihnen die Zoom-Einwahldaten mitgeteilt. Das Seminar wird voraussichtlich online per Zoom stattfinden.


Voraussetzungen: Es werden nur Studierende zugelassen, die die Zwischenprüfung absolviert haben.


Leistungsnachweis: Seminararbeit


Prof. Dr. Beatrice Brunhöber hat die Venia Legendi für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie, Rechtsvergleichung und Medizinstrafrecht. Sie ist Principal Investigator am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität und Mitglied des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie am Fachbereich Rechtswissenschaft.

Aktuell sind vier Themenbereiche Forschungsschwerpunkte der Professur:

Digitalisierung und Strafrecht

Die zunehmende Technisierung und Digitalisierung unserer Lebenswelt führt dazu, dass einerseits immer mehr personenbezogene Informationen anfallen und dass es andererseits immer leichter ist, Informationen zu sammeln, zu archivieren und auszuwerten. Zum Schutz des Einzelnen greift der Staat hier u.a. mit dem Datenschutzrecht regulierend ein, dessen Verletzung teilweise strafrechtlich sanktioniert ist. Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Digitalisierung und Strafrecht werden die strafrechtlichen Vorschriften des Datenschutzrechts in den Mittelpunkt gerückt, deren Erforschung bisher stark vom öffentlichen Recht und vom Privatrecht dominiert ist. Die aufgeworfenen Fragen werden nicht nur rechtsdogmatisch beantwortet, sondern auch interdisziplinär erforscht, sodass konkrete technische Entwicklungen, philosophische Erkenntnisse ebenso wie soziologische und historische Ansätze einbezogen werden können.

Präventionsstrafrecht und Risikogesellschaft

Strafrecht reagiert klassischerweise auf begangenes Unrecht, während die Gefahrenabwehr dem Polizeirecht vorbehalten ist. Neuerdings lässt sich jedoch im materiellen Recht eine Vorverlagerung der Strafbarkeit und im Strafprozessrecht eine Tendenz zu Präventivmaßnahmen beobachten. Diese Tendenz kann man in eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung einordnen, die Prävention immer mehr in den Mittelpunkt stellt. In dem Themenfeld Präventionsstrafrecht und Risikogesellschaft soll diese Entwicklung – auch rechtsphilosophisch, historisch und soziologisch informiert – über innerdisziplinäre Grenzen hinweg analysiert und kritisch begleitet werden.

Medizinstrafrecht und Bioethik

Beim Medizinstrafrecht handelt es sich in großen Teilen um eine relative junge, aber bereits etablierte Materie. Die Materie ist rasant angewachsen, einerseits weil medizinische Innovationen neue rechtliche Probleme aufwerfen und andererseits weil die stärkere Betonung der Patientenautonomie gewandelte rechtliche Wertungen und Vorgaben nach sich zieht. Oft reagiert der Gesetzgeber auf neue medizinische Entwicklungen mit strafrechtlichen Verboten (z.B. in der Reproduktionsmedizin). Dies wirft die Frage auf, welchen Schranken diese Kriminalisierungen unterliegen und wie normative ethische Vorgaben zu entwickeln sind. Die Antworten sollen unter Berücksichtigung medizinischer Entwicklungen ebenso wie philosophischer und soziologischer Erkenntnisse interdisziplinär gesucht werden.

Strafrechtsvergleichung und Globalisierung

Strafrecht ist traditionell eine stark national geprägte Rechtsmaterie. Die zunehmende Globalisierung führt aber dazu, dass einerseits auf kriminelle Handlungen auch grenzüberschreitend reagiert werden muss und dass andererseits auch das Strafrecht immer mehr internationalen und europäischen Vorgaben unterworfen ist. In dem Themenfeld Strafrechtsvergleichung und Globalisierung soll diese Entwicklung rechtswissenschaftlich begleitet werden. Dabei steht weniger ein „Nebeneinanderstellen“ verschiedener nationalrechtlicher Lösungsmodelle im Fokus, als vielmehr die Herausarbeitung rechtlicher Strukturvorgaben und Prinzipien, die sich in den meisten Rechtsordnungen auffinden lassen.

 

Hier finden Sie das Schriftenverzeichnis von Prof. Dr. Beatrice Brunhöber.

Forschungsverbund "Normative Ordnungen"

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber ist Principal Investigator am Forschungsverbund "Normative Ordnungen".

 

Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Teilhabe: über solche Rechte und Prinzipien in der Gesellschaft denken die Wissenschaftler*innen in dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" nach. Wie etablieren und verändern sich politische, rechtliche, religiöse oder ökonomische Ordnungen, wie kristallisieren sich daraus Herrschaftsstrukturen, wie verteilen sich Macht und Lebenschancen – auch auf transnationaler Ebene? Das Thema hat gesellschaftliche Brisanz: die Welt, deren Ordnungen mit Macht verteidigt werden und trotzdem immer wieder aus den Fugen geraten. Es geht um die gegenwärtigen sozialen Auseinandersetzungen, insbesondere um eine gerechte Ordnung der Gesellschaft in Zeiten der Globalisierung, und deren lange Vorgeschichten. Untersucht werden die normativen Vorstellungen, die bei derartigen Prozessen und Konflikten eine Rolle spielen. Und wie sie kritisiert oder gerechtfertigt werden können. Es sind vor allem die Grundlagen der Politik und des Rechts, geistes- und sozialwissenschaftlich beleuchtet.

Die Fragen sind komplex. Deshalb arbeitet der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt interdisziplinär: von der Philosophie, den Geschichtswissenschaften, der Politikwissenschaft und der Rechtswissenschaft über die Ethnologie und die Ökonomie bis zur Soziologie und Theologie.

Normative Ordnungen werden dabei als „Rechtfertigungsordnungen“ verstanden, die historisch gegründet sind und auf „Rechtfertigungsnarrativen“ beruhen. Sie zeichnen bestimmte Legitimationen aus, wobei Normen und Werte verschiedenster Art (Moral, Recht, Religion, um nur einige zu nennen) ineinander greifen bzw. Spannungen erzeugen. Solche Ordnungen legitimieren sich aus bestimmten Normen und bringen ihrerseits Normen hervor, doch stets in einem dynamischen Sinne.

Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" ist ein Forschungsnetzwerk, an dem sich folgende Partnerinstitutionen beteiligen: Frobenius-Institut (Frankfurt am Main), Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (Frankfurt am Main), Institut für Sozialforschung (Frankfurt am Main), Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg), Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte (Frankfurt am Main), Point Sud, Centre for Research on Local Knowledge (Bamako, Mali) und Technische Universität Darmstadt.

Der Forschungsverbund wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert.

Link zur Website des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main!

Das Frankfurter Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie ist das ständige Debattenforum der in Frankfurt am Main lehrenden Professoren, Wissenschaftlichen Mitarbeiter und Lehrbeauftragten.

Link zur Website des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie

Gerne betreue ich Dissertationen in den von mir vertretenen Bereichen der gesamten Strafrechtswissenschaften. Das gewählte Thema muss einen originellen und grundlagenorientierten Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion versprechen.

Die Annahme ist grundsätzlich von überdurchschnittlichen Ergebnissen im Ersten Juristischen Staatsexamen oder einem gleichwertigen ausländischen Abschluss abhängig. Bitte informieren Sie sich über die Zulassungsvoraussetzungen zur Promotion am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität (Promotionsordnung).

Wenn Sie bei mir promovieren möchten, bewerben Sie sich bitte schriftlich mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Übersicht über die Studienleistungen, Examenszeugnis, Abiturzeugnis etc.) sowie einem Schreiben, das Ihr Interessengebiet und Ihre Motive für die Bewerbung erkennen lässt. Übersenden Sie die Unterlagen bitte in einer pdf-Datei an mein Sekretariat (sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de).

Ich freue mich auf Ihre Bewerbung!

Kontakt

Postanschrift:
Prof. Dr. Beatrice Brunhöber
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Rechtswissenschaft
Theodor-W.-Adorno-Platz 4
60323 Frankfurt am Main

Sitz:
Campus Westend
RuW-Gebäude
Raum: RuW 4.127
Theodor-W.-Adorno-Platz 4
60323 Frankfurt am Main

Sekretariat:
Öffnungszeiten: 
Bis auf Weiteres bleibt das Sekretariat geschlossen.
Bitte richten Sie Ihre Anliegen an die E-Mail-Adresse des Sekretariats.
RuW 4.142
Tel. 069/798-34341
E-Mail: sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de 


Sprechstunde
Nach Vereinbarung  - bitte vereinbaren Sie einen Termin unter 
sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de