Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung

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Willkommen

Herzlich Willkommen

Willkommen auf den Seiten der Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung von Frau Prof. Dr. Beatrice Brunhöber.

Aktuelles

Aktuelles

Klausurtermine:

Die Probeklausur im Strafrecht I fand am Dienstag, den 04.06.2019 von 12.00 bis 15.00 Uhr in HZ 3 statt. 

StudentInnen, die an keinem Tutorium teilnehmen, können ihre korrigierten Probeklausuren im Sekretariat während der Öffnungszeiten abholen. 

Die Klausur im Strafrecht I findet am Dienstag, den 23.07.2019 um 12.00 Uhr in HZ 1 - 3 statt. 

Hausarbeit:

Die Ausgabe des Sachverhalts für die Hausarbeit im Strafrecht I erfolgt am Montag, den 29.07.2019 und die Abgabefrist endet am Montag, den 14.10.2019.

Seminarankündigung:

Blockseminar zum Medizinstrafrecht

Frau Professorin Brunhöber wird ein Seminar zum Medizinstrafrecht im Schwerpunkt "Kriminalwissenschaften" anbieten. Das Seminar findet als Blockveranstaltung am 19./20.07.2019 statt. Die Vorbesprechung fand am 6.02.2019 um 11.00 Uhr in Raum RuW 4.101 statt.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Informationsblatt im PDF-Format.

Stellenangebote:

Da die Professur sich noch im Aufbau befindet, suchen wir noch wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie wissenschaftliche Hilfskräfte zur Verstärkung unseres Teams. Sie können sich gerne jederzeit per E-Mail an sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de mit den üblichen Unterlagen (Abiturzeugnis, Examenszeugnis, Übersicht der Noten im Studium, Lebenslauf) in einer pdf-Datei bewerben.

Neuerscheinungen:

Münchener Kommentar StGB
Kommentierung des § 217 StGB (Geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung) im Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch, Band 4, München: C.H. Beck Verlag, 3. Aufl., 2018).

Funktionswandel des Strafrechts in der Sicherheitsgesellschaft, Puschke, Jens/Singelnstein, Tobias (Hrsg.), Der Staat in der Sicherheitsgesellschaft, Schriftenreihe Staat – Souveränität – Nation. Beiträge zur aktuellen Staatsdiskussion Heidelberg: Verlag Springer VS, 2018.

Inhaberin der Professur

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber ist seit dem 1. Februar 2019 Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie 2009 promoviert wurde und sich 2016 habilitierte. Sie war Visiting Scholar an der George-Washington University Law School (Washington D.C.) und Junior Fellow an der DFG-Kollegforschergruppe „Normenbegründung in der Medizinethik und Biopolitik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bevor sie Anfang 2017 an der Leibniz Universität Hannover zur Universitätsprofessorin ernannt wurde. 2018 nahm sie einen Ruf an die Universität Bielefeld an, wo sie den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung unter besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Rechtsforschung innehatte. Seit November 2018 ist sie Principal Investigator im Exzellenzcluster „Normative Orders“ an der Goethe-Universität. Sie ist zudem Mitglied des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität.

Im Strafrecht befasst sie sich mit Grundfragen des materiellen Strafrechts sowie mit Medizin-, Datenschutz-, Computer- und Internetstrafrecht. Daneben hat sie einen Schwerpunkt in der Rechtsphilosophie, wo sie sich vor allem mit Kriminalisierungstheorien, Staats- und Verfassungstheorie sowie mit medizin- und bioethischen Fragen beschäftigt. Weiterhin interessiert sie sich für die Rechtsvergleichung mit dem kontinentaleuropäischen und angelsächsischen Raum. Bücher (Auswahl): Die Erfindung „demokratischer Repräsentation“ in den Federalist Papers (2009) (Auswahl zum juristischen Buch des Jahres 2010); Strafrecht und Verfassung (Mithrsg., 2013); Strafrecht im Präventionsstaat (Hrsg., 2014); Strafrechtlicher Schutz der informationellen Selbstbestimmung (Habilitationsschrift im Erscheinen).

Akademischer Werdegang    Schriftenverzeichnis     Forschungsschwerpunkte und Forschungsprojekte

Team

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und wissenschaftliche Hilfskräfte

Dr. Sascha Holznagel, wissenschaftlicher Mitarbeiter
RuW 4.145
E-Mail: sekretariat.brunhoeber@jura.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-34356

Luise Kixmöller, wissenschaftliche Mitarbeiterin
RuW 4.128a
E-Mail: kixmoeller@jur.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-34356

Luisa Sif Elnasr, wissenschaftliche Hilfskraft
RuW 4.145
E-Mail: sifelnasr@jur.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-34354

 

Studentische Hilfskräfte

Charlotte Barbara Freyer
RuW 4.142
E-Mail: freyer@jur.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-34387

Adrian Schneider
RuW 4.142
E-Mail: a.schneider@jur.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-34387

Ronja Thümmler
RuW 4.142
E-Mail: thuemmler@jur.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-34387

Josephine Ann Uhlig
RuW 4.142
E-Mail.: uhlig@jur.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-34387

 

Lehre

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2019

Vorlesung: Strafrecht I – Pflichtfachstudium (1. Semester)

Veranstalterin: Prof. Dr. Beatrice Brunhöber

Veranstaltungsbeginn: Di, 16.04.2019

Zeit: Di, 12 – 15 Uhr c.t.

Ort: Hz 3

Leistungsnachweis: Klausur und Hausarbeit (Anfängerschein im Strafrecht)

Thema:
Gegenstand der Vorlesung ist nach einer Einführung in die Grundlagen und Grundprinzipien des Strafrechts der Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches. Im Schwerpunkt behandelt die Vorlesung die Lehre von der Straftat. Dabei stehen stets auch die kriminalpolitischen Hintergründe ebenso wie die rechtsphilosophischen Begründungen im Mittelpunkt. Die Vorlesung vermittelt darüber hinaus die Falllösungstechnik, die anhand der begleitend angebotenen Tutorien eingeübt werden kann. Die Vorlesung zum Allgemeinen Teil erstreckt sich über zwei Semester, wird also im Wintersemester fortgeführt.

weitere Informationen und Materialien im OLAT-System zu dieser Veranstaltung unter diesem Link

Kolloquium: Philosophische Grundlagen des Strafrechts – Schwerpunktbereiche 3 & 6

Veranstalterin: Prof. Dr. Beatrice Brunhöber

Veranstaltungsbeginn: Di, 16.04.2019

Zeit: Di, 10 – 12 Uhr c.t.

Ort: RuW 3.102

Leistungsnachweis: Klausur

Thema:
Das Kolloquium behandelt Themen wie die Begründung von strafrechtlichen Verboten und den Sinn von Strafe. Die Veranstaltung konzentriert sich auf die Antworten, die die Rechtsphilosophie seit der Aufklärung zu geben sucht und die bis heute prägend sind. Im Mittelpunkt stehen dabei auch aktuell diskutierte Probleme wie die Debatte über das Cannabisverbot. Das Kolloquium arbeitet mit Originaltexten und Urteilen, die zur Vorbereitung gelesen werden müssen.

weitere Informationen und Materialien im OLAT-System zu dieser Veranstaltung unter diesem Link

 

Blockseminar: Medizinstrafrecht – Schwerpunktbereich 6

Veranstalterin: Prof. Dr. Beatrice Brunhöber

Veranstaltungsbeginn: 19.07.2019, 10:45 Uhr s.t.

Zeit: Fr, 19.07.2019, 10:45 – 18:00 Uhr und Sa, 20.07.2019, 9:00 – 17:00 Uhr

Ort: RuW 4.101

Leistungsnachweis: Seminararbeit

Vorbesprechungstermin: Die Vorbesprechung fand am 6.02.2019 um 11.00 Uhr in Raum RuW 4.101 statt

Thema:
Das Medizinstrafrecht befindet sich aktuell in einem Wandel. Das klassische Arztstrafrechts hat sich beispielsweise dadurch verändert, dass die Patientenautonomie immer wichtiger geworden ist. Ärzte und Ärztinnen sind zudem neuen Strafbarkeitsrisiken ausgesetzt, weil viele neuere medizinische Behandlungsmöglichkeiten stark reguliert sind (etwa die Reproduktionsmedizin) und weil sich durch die Verbesserung der Medizin (straf-)rechtlich ungeklärte Fragen auftun (etwa im Bereich der Lebenserhaltung). Zudem wächst die Bedeutung von wirtschaftsstrafrechtlichen Regelungen auch im Medizinstrafrecht. Das Seminar möchte grundsätzlichen und aktuellen Fragen des Medizinstrafrechts im Wandel nachgehen.

Forschung

Forschung

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber hat die Venia Legendi für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie, Rechtsvergleichung und Medizinstrafrecht. Sie ist Principal Investigator im Exzellenzcluster „Normative Orders“ an der Goethe-Universität und Mitglied des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie am Fachbereich Rechtswissenschaft.

Aktuell sind vier Themenbereiche Forschungsschwerpunkte der Professur:

Digitalisierung und Strafrecht

Die zunehmende Technisierung und Digitalisierung unserer Lebenswelt führt dazu, dass einerseits immer mehr personenbezogene Informationen anfallen und dass es andererseits immer leichter ist, Informationen zu sammeln, zu archivieren und auszuwerten. Zum Schutz des Einzelnen greift der Staat hier u.a. mit dem Datenschutzrecht regulierend ein, dessen Verletzung teilweise strafrechtlich sanktioniert ist. Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Digitalisierung und Strafrecht werden die strafrechtlichen Vorschriften des Datenschutzrechts in den Mittelpunkt gerückt, deren Erforschung bisher stark vom öffentlichen Recht und vom Privatrecht dominiert ist. Die aufgeworfenen Fragen werden nicht nur rechtsdogmatisch beantwortet, sondern auch interdisziplinär erforscht, sodass konkrete technische Entwicklungen, philosophische Erkenntnisse ebenso wie soziologische und historische Ansätze einbezogen werden können.

Präventionsstrafrecht und Risikogesellschaft

Strafrecht reagiert klassischerweise auf begangenes Unrecht, während die Gefahrenabwehr dem Polizeirecht vorbehalten ist. Neuerdings lässt sich jedoch im materiellen Recht eine Vorverlagerung der Strafbarkeit und im Strafprozessrecht eine Tendenz zu Präventivmaßnahmen beobachten. Diese Tendenz kann man in eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung einordnen, die Prävention immer mehr in den Mittelpunkt stellt. In dem Themenfeld Präventionsstrafrecht und Risikogesellschaft soll diese Entwicklung – auch rechtsphilosophisch, historisch und soziologisch informiert – über innerdisziplinäre Grenzen hinweg analysiert und kritisch begleitet werden.

Medizinstrafrecht und Bioethik

Beim Medizinstrafrecht handelt es sich in großen Teilen um eine relative junge, aber bereits etablierte Materie. Die Materie ist rasant angewachsen, einerseits weil medizinische Innovationen neue rechtliche Probleme aufwerfen und andererseits weil die stärkere Betonung der Patientenautonomie gewandelte rechtliche Wertungen und Vorgaben nach sich zieht. Oft reagiert der Gesetzgeber auf neue medizinische Entwicklungen mit strafrechtlichen Verboten (z.B. in der Reproduktionsmedizin). Dies wirft die Frage auf, welchen Schranken diese Kriminalisierungen unterliegen und wie normative ethische Vorgaben zu entwickeln sind. Die Antworten sollen unter Berücksichtigung medizinischer Entwicklungen ebenso wie philosophischer und soziologischer Erkenntnisse interdisziplinär gesucht werden.

Strafrechtsvergleichung und Globalisierung

Strafrecht ist traditionell eine stark national geprägte Rechtsmaterie. Die zunehmende Globalisierung führt aber dazu, dass einerseits auf kriminelle Handlungen auch grenzüberschreitend reagiert werden muss und dass andererseits auch das Strafrecht immer mehr internationalen und europäischen Vorgaben unterworfen ist. In dem Themenfeld Strafrechtsvergleichung und Globalisierung soll diese Entwicklung rechtswissenschaftlich begleitet werden. Dabei steht weniger ein „Nebeneinanderstellen“ verschiedener nationalrechtlicher Lösungsmodelle im Fokus, als vielmehr die Herausarbeitung rechtlicher Strukturvorgaben und Prinzipien, die sich in den meisten Rechtsordnungen auffinden lassen.

 

Hier finden Sie das Schriftenverzeichnis von Prof. Dr. Beatrice Brunhöber.

Exzellenzcluster

Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Prof. Dr. Beatrice Brunhöber ist Principal Investigator am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“.

 

Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Teilhabe: über solche Rechte und Prinzipien in der Gesellschaft denken die Wissenschaftler*innen in dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ nach. Wie etablieren und verändern sich politische, rechtliche, religiöse oder ökonomische Ordnungen, wie kristallisieren sich daraus Herrschaftsstrukturen, wie verteilen sich Macht und Lebenschancen – auch auf transnationaler Ebene? Das Thema hat gesellschaftliche Brisanz: die Welt, deren Ordnungen mit Macht verteidigt werden und trotzdem immer wieder aus den Fugen geraten. Es geht um die gegenwärtigen sozialen Auseinandersetzungen, insbesondere um eine gerechte Ordnung der Gesellschaft in Zeiten der Globalisierung, und deren lange Vorgeschichten. Untersucht werden die normativen Vorstellungen, die bei derartigen Prozessen und Konflikten eine Rolle spielen. Und wie sie kritisiert oder gerechtfertigt werden können. Es sind vor allem die Grundlagen der Politik und des Rechts, geistes- und sozialwissenschaftlich beleuchtet.

Die Fragen sind komplex. Deshalb arbeitet der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt interdisziplinär: von der Philosophie, den Geschichtswissenschaften, der Politikwissenschaft und der Rechtswissenschaft über die Ethnologie und die Ökonomie bis zur Soziologie und Theologie.

Normative Ordnungen werden dabei als „Rechtfertigungsordnungen“ verstanden, die historisch gegründet sind und auf „Rechtfertigungsnarrativen“ beruhen. Sie zeichnen bestimmte Legitimationen aus, wobei Normen und Werte verschiedenster Art (Moral, Recht, Religion, um nur einige zu nennen) ineinander greifen bzw. Spannungen erzeugen. Solche Ordnungen legitimieren sich aus bestimmten Normen und bringen ihrerseits Normen hervor, doch stets in einem dynamischen Sinne.

Der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ ist ein Forschungsnetzwerk, an dem sich folgende Partnerinstitutionen beteiligen: Frobenius-Institut (Frankfurt am Main), Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (Frankfurt am Main), Institut für Sozialforschung (Frankfurt am Main), Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg), Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte (Frankfurt am Main), Point Sud, Centre for Research on Local Knowledge (Bamako, Mali) und Technische Universität Darmstadt.

Der Exzellenzcluster wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert.

Link zur Website des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main!

Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie

Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie

Das Frankfurter Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie ist das ständige Debattenforum der in Frankfurt am Main lehrenden Professoren, Wissenschaftlichen Mitarbeiter und Lehrbeauftragten.

Link zur Website des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie