Demokratische Inklusion durch Recht. Zur normativen Rechtfertigung von Antidiskriminierungsrecht

Projektbeschreibung

Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Antidiskriminierungsrecht und der verbreiteten Kritik an paternalistischer Gesetzgebung zielt das Projekt auf eine neuartige Begründung dieses Rechtsgebietes durch Verknüpfung mit der Idee demokratischer Partizipation ab. Grundthese ist dabei, dass das Antidiskriminierungsrecht demokratische Inklusion bewirkt, indem gesellschaftliche Exklusion verhindert wird. Erprobt werden soll dieser Ansatz am Beispiel der mittelbaren Diskriminierung, die als juristisch-dogmatische Figur bisher wenig fassbar ist und die gerichtliche Praxis insbesondere vor große Beweisprobleme stellt. Zu ihrer Bewältigung soll versucht werden, aufbauend auf neueren Ansätzen zu "law and statistics" statistische Methoden heranzuziehen. Insgesamt verbindet das Projekt historische, politikwissenschaftliche und Fragestellungen von politischer Philosophie und Soziologie in einer grundsätzlich juristischen Fragestellung, in der juristische Dogmatik und Probleme gerichtlicher Praxis aufeinandertreffen.

http://www.volkswagenstiftung.de/foerderung/beendet/schumpeter-fellowships/bewilligungen-2012.html