obligatio est iuris vinculum – Geschichte(n) von der Obligation

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Rechtshistorisches Seminar

Prof. Dr. Guido Pfeifer

Das Bild von der rechtlichen Fessel, mit dem die römischen Juristen die Obligation definierten, erläuterten die Glossatoren des Mittelalters mit einem weiteren Vergleich: So wie Rinder durch Stricke sichtbar gebunden werden, so werden Menschen durch Worte geistig gebunden. In diesen Beschreibungen bilden sich nicht zuletzt auch konzeptionelle Strukturen ab, die etwa mit der Zugriffsmöglichkeit des Gläubigers auf den Schuldner, mit dem vertraglichen bzw. deliktischen Ursprung der Obligation, der Relativität von Schuldverhältnissen oder der Differenzierung zwischen Schuld und Haftung verbunden sind. Nicht wenige dieser Konzepte sind über Jahrhunderte tradiert worden und haben sich dabei verselbständigt. Das Seminar will die Narrative dieser Traditionen auf den Prüfstand stellen. Den Ausgangspunkt bildet dabei das römische Recht; die einzelnen Themen reichen aber vom antiken Rechtsvergleich mit dem altorientalischen und griechischen Recht bis zur Zivilrechtswissenschaft des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts einschließlich der Kodifikationsgeschichte des BGB und anderer europäischer Privatrechtsordnungen.

als Blockveranstaltung
am 14. und 15. Juli 2021
jeweils
8:00–18:00 Uhr (c.t.)
derzeit als Online-Veranstaltung geplant; die näheren Modalitäten werden noch bekannt gegeben.

Das Seminar ist auch für Studierende geöffnet, die die Zwischenprüfung noch nicht bestanden haben (§ 25 Abs. 2 StudPrüfO). Im Rahmen des Seminars kann eine Seminarleistung für die Schwerpunktbereiche 3 und 5 sowie eine Teilleistung für die Zwischenprüfung erworben werden (§ 20 Abs. 3 StudPrüfO). Für den Erwerb eines Seminarscheins ist ein Seminarreferat von etwa 30 Minuten Dauer vorzutragen, das zusätzlich schriftlich auszuarbeiten ist.

Materialien

Alle Unterlagen zum Seminar werden über die eLearning-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. Eine Eintragung in den OLAT-Kurs ist nur infolge persönlicher Kontaktaufnahme mit dem Dozenten möglich.


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