Sieben Wissenschaftler*innen des Fachbereichs am erfolgreichen Verbundprojekt ConTrust beteiligt

Am 1. Februar 2021 hat das Hessische Ministerium für Kunst und Wissenschaft (HMWK) bekanntgegeben, dass der interdisziplinäre Verbundprojekt-Antrag bewiligt wurde.

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Sieben Wissenschaftler*innen des Fachbereichs am erfolgreichen Verbundprojekt ConTrust beteiligt

Am 1. Februar 2021 hat das Hessische Ministerium für Kunst und Wissenschaft (HMWK) bekanntgegeben, dass der interdisziplinäre Verbundprojekt-Antrag

ConTrust: Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit (Goethe-Universität Frankfurt, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung)

bewiligt wurde und ab April 201 vier Jahre lang gefördert wird. „Die Landesförderung“, so das HMWK, „soll den hessischen Universitäten helfen, starke Forschungsbereiche strategisch zielgerichtet auszubauen, um sich in der für 2024 geplanten nächsten Runde der Exzellenzstrategie erfolgreich für die Förderung als Exzellenzcluster zu bewerben. Dazu erhalten die sechs ausgewählten Vorhaben in den nächsten vier Jahren zwischen 4,8 und acht Millionen Euro vom Land“. Hinzu kommt ein Eigenanteil in ungefähr gleicher Höhe von der Goethe-Universität mit den beteiligten Fachbereichen. Aus elf Anträgen, die von hessischen Universitäten eingereicht wurden, sind die sechs aussichtsreichsten nach eingehender Begutachtung durch eine internationale Kommission von Wissenschaftler*innen ausgewählt worden.

In der Projektinitiative ConTrust, deren Sprecher*in Nicole Deitelhoff (Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung sowie Fb 03 der GU) und Rainer Forst (Fachbereich 03 der GU) sind, geht es um das dynamische Wechselverhältnis von Vertrauen und Konflikt: „Konflikte sind in gesellschaftlichen Kontexten unumgänglich, und dennoch machen sie ein Zusammenleben nicht unmöglich. Aber woher nehmen wir die Gewissheit, dass Auseinandersetzungen nicht eskalieren, dass sich das jeweilige Gegenüber an Regeln hält, dass Institutionen uns gegen Überschreitungen absichern und die soziale Welt als ganze so stabil ist, dass wir unser Handeln in ihr sinnvoll orientieren können? Die erste Antwort ist: Vertrauen. Vertrauen erzeugt eine „ungesicherte Sicherheit“, die niemals vollständig eingelöst werden kann und dennoch das Geheimnis gesellschaftlichen Zusammenlebens ausmacht. Aber woher kommt dieses Vertrauen? Während im Allgemeinen das Vertrauen dort verortet wird, wo der Konflikt fehlt, also in einem imaginierten Gemeinschaftsraum, lokalisiert dieses interdisziplinäre Projekt das Vertrauen vielmehr im Konflikt.“

An der interdisziplinären Projektinitiative, die zugleich Teil des Forschungsverbundes Normative Ordnungen an der GU ist, sind neben Wissenschaflter*innen der Fachbereiche 02, 03, 08 und 10 folgende Kolleg*innen unseres Fachbereichs als Principal Investigators beteiligt: Prof. Dr. Beatrice Brunhöber, Prof. Dr. Christoph Burchard, LL.M. (NYU), Prof. Dr. Alexander Peukert, Prof. Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann, LL.M. (Georgetown); die Honorarprofess*orin Prof. Dr. Ayelet Shachar (zugleich Direktorin des Max Planck-Instituts zur Erforschung multiethnischer und multireligiöser Gesellschaften, Göttingen) und Prof. Dr. Armin von Bogdandy (zugleich Direktor des Max Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg). Prof. Dr. Klaus Günther ist assoziiertes Mitglied.

Nähe Informationen finden sich unter folgenden links:

https://www.normativeorders.net/de/

https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/goethe-universitaet-neue-spitzenforschungsprojekte-zu-vertrauen-im-konflikt-neutronensternen-und-krankheitsmechanismen/

https://wissenschaft.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-bereitet-seine-universitaeten-auf-die-naechste-runde-der-exzellenzstrategie-vor