Zwei Rechtswissenschaftler mit Baker McKenzie-Preis 2019 geehrt

Herausragende Dissertationen zum Investitionsschutzrecht und zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente

Veröffentlicht am: Donnerstag, 14. Mai 2020, 11:00 Uhr ()

Frankfurt, 14. Mai 2020 – Baker McKenzie zeichnet die beiden Juristen Dr. Orhan Bayrak LL.M. und Dr. Pascal Brandt für ihre jeweils mit “summa cum laude“ bewerteten wirtschaftsrechtlichen Dissertationen mit dem Baker McKenzie-Preis aus. Seit 1988 vergibt die Anwaltssozietät diesen Preis für herausragende Dissertationen oder Habilitationen, die im Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität entstanden sind. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.

Dr. Orhan Bayrak LL.M. erhält den Preis für seine Doktorarbeit „Investitionsschutz und Geschäftsgrundlage. Eine Untersuchung zu den Möglichkeiten und Grenzen eines Wegfalls der investitionsschutzrechtlichen Geschäftsgrundlage“. Ansatzpunkt seiner Arbeit ist, dass das Investitionsschutzrecht in Form von Investor-State-Disputes (ISD) in den letzten Jahren auf immer stärkeren Widerstand trifft. Das gegenwärtige System mache es Staaten unmöglich, grundlegende Änderungen in der Politik durch Änderungen des Rechts angemessen umzusetzen, weil Entschädigungsklagen betroffener Unternehmen drohen. "Orhan Bayraks Arbeit verfolgt einen wirklich innovativen Ansatz", so der betreuende Professor, Prof. Dr. Dr. Rainer Hofmann, Professor für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht der Goethe-Universität, in seinem Erstgutachten zur Dissertation. Orhan Bayraks Vorschlag, "ein ursprünglich privatrechtliches Institut in das überwiegend völkerrechtlich geprägte ISD-System einzubringen, kann dazu beitragen,,gerechtere', abgewogenere, präzisere Lösungen zu ermöglichen als bisher angewandte Werkzeuge des Investitionsschutzrechts", erläutert der Professor.

Dr. Pascal Brandts Dissertation trägt den Titel „Überschreiten von Meldeschwellen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente – Ökonomische und rechtsvergleichende Analyse der Beteiligungstransparenz und ihrer Rolle in der Übernahmeregulierung“. In seiner Arbeit untersucht Pascal Brandt die rechtlichen Rahmenbedingungen des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente zum Beteiligungsaufbau an Zielgesellschaften – erstmals aus rechtsvergleichender und rechtsökonomischer Perspektive. "Pascal Brandt legt eine Grundlagenarbeit vor, die eine tiefdringende rechtsökonomische Analyse des gegenwärtigen Beteiligungstransparenzregimes mit einer gelungenen rechtsvergleichenden Betrachtung verknüpft und dadurch die Basis für eine rechtspolitische Kritik legt, die in ihren Grundzügen wie in Einzelfragen überzeugt. Die Arbeit wird die Debatte um Grundlagen und Grenzen des Beteiligungsregimes erheblich bereichern", äußert sich Prof. Dr. Theodor Baums in seinem Erstgutachten. Der Professor für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht der Goethe-Universität betreute Pascal Brandts Dissertation.

"Seit mehr als 30 Jahren bildet der Baker McKenzie-Preis einen wichtigen Bestandteil der Nachwuchsförderung unserer Kanzlei", sagt Baker McKenzie-Partner Prof. Dr. Joachim Scherer, der als Alumnus und seit 1995 apl. Professor für Öffentliches Recht selbst eng mit der Goethe-Universität verbunden ist. Üblicherweise wird der Preis im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung überreicht, die dieses Jahr angesichts der aktuellen Lage entfallen muss.

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