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SeiteninhaltLehrbeauftragte Dr. Mirko Weinert und Dr. Tobias J. Hessel
S Praxis der Durchsetzung technischer Schutzrechte (PatR/GebMR) Blockveranstaltungen, 13.04. (Einführung), 25.05. und 15.06.2012, Beginn jeweils 9:00 Uhr in Raum RuW 3.101
Schwerpunktbereich 2:Unternehmen und Finanzen
Die Veranstaltung bietet einen Zugang zu den besonderen und in der Praxis für die betroffenen inländischen nd ausländischen Unternehmen höchst bedeutsamen Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes - die gerichtliche und außergerichtliche Durchsetzung von Patenten und Gebrauchsmustern in Deutschland. Geplant ist eine Einführungsveranstaltung am 13.04.2012, die sowohl eine allgemeine als auch eine auf den konkreten Themenrahmen des Seminars hinführende Einführung bietet. Im Verlauf der Einführungsveranstaltung werden auch die einzelnen Themen für die Seminararbeiten vergeben. Die Seminarveranstaltungen sind als Blockveranstaltung für den 25.05.2012 und den 15.06.2012 geplant. Der Veranstaltungsort für diese Folgetermine ist abhängig von der Teilnehmerzahl und wird gesondert mitgeteilt. Die maximale Teilnehmerzahl für das Seminar ist auf 10 Teilnehmer beschränkt.
Lehrbeauftragter Dr. Kent Lerch
Das Recht als Ware und das wahre Recht Veranstalter: Dr. Kent D. Lerch Art: Seminar Zeit: Vorbesprechung in der 2. Semesterwoche, Blockseminar gegen Semesterende Leistungsnachweis: Seminararbeit
Die Vorbesprechung zum Seminar "Das Recht als Ware und das wahre Recht" findet am 24. April 2012, 14 Uhr, RuW 1.101 statt.
Wettbewerb gilt in der Marktwirtschaft als Mittel zur Auslese, zur Leistungssteigerung und zur optimalen Lösung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufgaben: Allein der Markt soll entscheiden, welche Produkte und Dienstleistungen zu welchem Preis angeboten werden. Nur das Recht scheint nicht in diese Kategorie zu gehören. Wir fassen Recht als Rahmen auf, innerhalb dessen sich der Handel abspielt ! doch das Recht selbst betrachten wir nicht als Ware. Zur Ware ist das Recht dennoch geworden: Natürliche Personen und Unternehmen suchen nach attraktiven Rechtsregeln, und Staaten konkurrieren um Kunden für ihre Angebote. Dabei reagieren die für ihre Rechtsprodukte werbenden Jurisdiktionen sensibel auf Veränderungen der Nachfrage. So hat die englische Law Society eine Broschüre mit dem Titel „England and Wales: The jurisdiction of choice“ herausgebracht, in der die Vorzüge des englischen Rechts in rosigen Farben geschildert werden. Dies konnten die Standesvertretungen juristischer Berufe in Deutschland nicht hinnehmen und haben ihrerseits mit dem Heft „Law ! Made in Germany“ gekontert, in dessen Vorwort die Justizministerin formulierte: „Recht ‚made in Germany’ ist ein Garant für Erfolg.“ Deutlicher kann man den Warencharakter des Rechts wohl kaum ausdrücken. Angeheizt wird der Rechtsmarkt durch erweiterte Wahlmöglichkeiten für Einzelpersonen und Unternehmen: Die freie Wahl des anwendbaren Rechts ist im internationalen Privatrecht seit vielen Jahren auf dem Vormarsch. Viele empfinden indes Unbehagen bei der Vorstellung, dass „richtiges“ Recht das Produkt eines Wettbewerbs auf Märkten sein soll. Die ökonomische Analyse behauptet, dass der Regulierungswettbewerb zwischen Jurisdiktionen die Suche nach dem besten Recht fördern kann. Der Wettbewerb führe zu einem effizienten Ergebnis, wenn kein Marktversagen aufgrund von externen Effekten oder Informationsasymmetrien vorliege. Für das Recht gelte daher dasselbe wie für andere Güter auch: Wettbewerb sei im Grundsatz positiv zu bewerten, schlechtes Recht werde abgewählt. Das Seminar wird sich damit beschäftigen, ob und wie Effizienzkriterien im Recht aufgestellt werden können und ob die Güte einer Rechtsordnung nach derartigen Kriterien bewertet werden kann und soll.
Literatur: The Law Society of England and Wales, England and Wales: The Jurisdiction of Choice; Bundesnotarkammer et al., Law - Made in Germany. Global - effektiv - kostengünstig; Calliess/Hoffmann, Judicial Services for Global Commerce – Made in Germany?, Eidenmüller, Effizienz als Rechtsprinzip; Eidenmüller, Recht als Produkt; Triebel, Der Kampf ums anwendbare Recht
geändert am 10. April 2012 E-Mail: WebmasterGoetzel@jur.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 10. April 2012, 14:15
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