Rechts- und Verfassungsgeschichte I

Vorlesung mit Übung

Di. 8:30 - 11 Uhr, Hörsaalzentrum, HZ 1

Unser modernes Recht lässt sich nur vollständig erfassen, wenn wir uns über seine politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wurzeln bewusst sind. Das setzt methodisch zwangsläufig die Untersuchung der Entwicklungsbedingungen und Entwicklungsprozesse von Recht voraus. Wie in kaum einer anderen Disziplin gehört daher das Wissen um die historischen Grundlagen zu den Kernbestandteilen des juristischen Studiums. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Entwicklung des Rechts von der Antike bis in die Moderne unter Berücksichtigung zeitgenössischer Quellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Verfassungs- und der Privatrechtsgeschichte.

Leistungsnachweis: Hausarbeit (Teilleistung Grundlagenschein)


Immaterialgüterrecht I

Kolloquium

Di. 12:30 - 14 Uhr, RuW 1.303

Die Veranstaltung führt in das Immaterialgüterrecht ein und behandelt die Bereiche, die gemeinhin auch als Gewerblicher Rechtsschutz bezeichnet werden, also insbesondere das deutsche, europäische und internationale Patent- und Markenrecht einschließlich der verwandten Schutzrechte.

Leistungsnachweis: Klausur


Verbraucherschutz und Konsumentenpolitik in der Zwischenkriegszeit (1919-1939)

Blockseminar mit Prof. Dr. Louis Pahlow und Dr. Franz Hederer

Vorbesprechung am 16.10.2017, 18 Uhr c.t., RuW 1.101

„Verbraucherschutz“, ein heute omnipräsenter Begriff, scheint wie kaum ein anderes Politikfeld an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Recht offen für unterschiedliche ideologische Ausformungen und politische Deutungskämpfe zu sein: Wer „Verbraucher“ ist, wie er von wem wovor – und vor allem – weshalb „geschützt“ werden soll, sagt nicht nur sehr viel über die zugrunde liegende Wirtschaftsordnung und ihre (rechtlichen) Strukturprinzipien aus, sondern impliziert auch eine Vorstellung vom Menschen als politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Akteur, dessen Konsum im Interesse (vermeintlich) übergeordneter Prinzipien – „Gemeinwohl“, „Volksgemeinschaft“, „Sittlichkeit“, „Wettbewerb“ oder „Wachstum“ – reguliert und gesteuert werden soll.
Das Seminar widmet sich dem Verbraucherschutz und der Konsumentenpolitik in der Zwischenkriegszeit, die geprägt ist durch das Aufkommen des modernen Massenkonsums wie die Erfahrung des Mangels, durch die (propagandistische) Instrumentalisierung des „Verbrauchers“ und den Versuch seiner moralischen „Erziehung“, durch „Entgrenzung“ und „Einschränkung“ (Torp) des Konsums gleichermaßen.
Vor diesem Hintergrund lassen sich folgende Leitfragen des Seminars formulieren: Welche Verbraucherkonzeption spiegelt sich in der Konsumentenpolitik von Weimarer Republik und Nationalsozialismus? Welchen Regulierungsanspruch vertritt der Staat, und welche wirtschafts- und rechtspolitischen Ziele verfolgt er damit? Kann eine spezifisch „demokratische“ Konsumpolitik von einer „diktatorischen“ unterschieden werden, oder zeigen sich vielmehr Kontinuitäten in der Zwischenkriegszeit? Und: Welche „Prinzipien“ leiten den „Verbraucherschutz“?

Weitere Informationen finden Sie hier.

Leistungsnachweis: Seminararbeit